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Ideengeber der NPD im Mantel der CDU: Peter Krause

Die DVU findet er zwar doof, aber für die Junge Freiheit, das Ostpreußenblatt und, wie neuerlich bekannt wurde, die mittlerweile eingestellte rechte Zeitschrift Etappe zu schreiben, scheint für ihn unproblematisch. Er findet das Nationale recht ansprechend und erntet große Zustimmung bei der NPD, die ihm „Treffsicherheit“ in seinen journalistischen Beiträgen bescheinigt und als „Ideengeber“ darstellt. Er stellt den neuen Charakter der Jugend in patriotisch-nationale Tradition, erfreut darüber, dass diese nun „ihre Subkulturen verlassen“ hätte.

Peter Krause ist der nette Mann von nebenan, CDU-Mitglied seit 1997 und studierter Literaturwissenschaftler, der über „Redekunst“ promovierte, was ihm im politischen Tagesgeschäft nun zu Gute kommen wird, denn er ist einer der Neuen im „Kabinett Althaus“. Er soll das Amt des thüringischen Kultusministers übernehmen, was im Übrigen nicht nur bedeuten würde, dass er für das Schulwesen zuständig wäre, sondern zum Beispiel auch der Stiftung der Gedenkstätte Buchenwald vorsitzen würde.

Ministerpräsident Dieter Althaus sieht darin kein Problem. Für ihn gilt nur, dass die Junge Freiheit nicht verboten sei und Krause sich ja nun auch von der Rechtenpostille distanziert hätte, was man jedoch bezweifeln kann, hat er doch innerhalb von wenigen Tagen mal für, mal gegen die Junge Freiheit gesprochen. Die Kanzlerin schweigt momentan noch, denn Althaus gilt als einer der strengen Freunde Merkels, der immer zur ihr gehalten hat, ganz im Gegenteil zu den großen Länderfürsten alla Koch und Rüttgers.

Die Junge Freiheit gilt seit Jahren als das Sprachrohr einer neuen Rechten, die nicht mehr mit plumpen Sprüchen poltert, sondern subversiv und unterschwellig zu begründen versucht, warum historische Darstellungen über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland falsch seien und der Holocaust zwar stattgefunden habe, sie ihn aber mit Vergleichen zum Vietnamkrieg verharmlost. Ihr journalistischer Anspruch stehe nach ihrem Selbstverständnis im Sinne der „kulturellen und geistigen Tradition der deutschen Nation […] und der Völker der Welt“. In der Jungen Freiheit wird die Gleichheit der Menschen darüberhinaus aber immer wieder in Frage gestellt. Der ehemalige Politikwissenschaftler Wolfgang Gessenhart beschreibt in der taz den ideologischen Kern der Ideologie der rechten Wochenzeitung wie folgt: „Die wichtigste Zugehörigkeit des Einzelnen ist nicht die zur Menschheit als Ganzem, sondern die zur jeweiligen Ethnie oder dem ‚Volk‘. Es gilt also: Deutschland den Deutschen, die Türkei den Türken.“

Darf Peter Krause, der für diese Zeitung schrieb, nun Kultusminister in Thüringen werden und über die Entwicklung von jungen, unschuldigen Kinder bestimmen?

Der Glasperlenspieler

Webnews MisterWong

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  1. Jürgen Saalfeld
    29. April 2008 um 6:55 pm

    EILMELDUNG:

    Hintergründe zur Attacke des Journalisten Florian Gathmann (31) auf Herrn Dr. Peter Krause MdL (CDU), designierter Kultusminister Thüringens

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,549495,00.html

    Autor Florian Gathmann:

    Florian Gathmann
    Schlueterstrasse 7
    99089 Erfurt
    Email:
    florian_gathmann@spiegel.de
    flogat@hotmail.com

    Nach und nach kommen die Hintergründe des Artikels über Herrn Dr. Krause auf Spiegel online ans Licht. So soll der Journalist Florian Gathmann seit Jahren ein gestörtes Verhältnis zu Herrn Dr. Krause haben. Eine abgelehnte Interviewanfrage aufgrund von Terminschwierigkeiten hat den 31-jährigen Journalisten offensichtlich so gekränkt, dass seine Revanche auf Spiegel online entsprechend heftig ausfiel.

    Gathmann ist in der Politikberichterstattung aus Thüringen kein Unbekannter. Er kommt ursprünglich aus Baden-Württenberg, schreibt aber seit einigen Jahren aus dem Freistaat.

    Gathmann wird nachgesagt, Karriere machen zu wollen. Sensationelle Geschichten auf Spiegel online gelten in Journalisten-Kreisen als „Karriere-Beschleuniger“. Im Falle des Beitrags über den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Krause, der zu DDR-Zeiten in Opposition gegenüber der SED-Dikatur stand, rümpfen aber selbst erfahrene Redakteure mittlerweile die Nase.

    Aufhänger für Gathmanns Artikel ist die frühere Tätigkeit Dr. Krauses für die Berliner Wochenzeitschrift Junge Freiheit. Die Junge Freiheit ist hinter der ZEIT und dem Rheinischen Merkur die drittgrößte Wochenzeitung Deutschlands.

    Wie aus Gathmanns alter schwäbischen Heimat zu erfahren war, verarbeitet der Journalist in seinem Kampf gegen die Jungen Freiheit und Dr. Krause auch eigene Jugendsünden.

    So heißt es, dass sich Gathmann als Abiturient mehrmals abfällig über Ausländer geäußert haben soll. Zu einem Eintritt bei den in Baden-Württenberg in den 90er Jahren besonders starken Republikanern sei es aber nicht gekommen, obwohl ihn Schulfreunde dazu drängten. Nach dem Abitur konnte sich Gathmann aber aus seinem damaligen Freundeskreis befreien.
    Gathmann gilt heute als Demokrat.

    Jedem jungen Menschen wird in einem freien Land wie Deutschland zugestanden Erfahrungen zu sammeln, Dinge auszuprobieren. So hat es auch Florian Gathmann getan. Niemand würde ihm heute daraus einen Strick drehen wollen.

    Jedoch darf von einem Journalisten auch erwartet werden, dass mit der gebotenen Fairness und Genauigkeit über andere Menschen berichtet.
    Leider hat sich Florian Gathmann mit seinem Artikel über Dr. Krause, der in Weimar als Kulturpolitiker über ein hohes gesellschaftliches Ansehen verfügt, mehr als „vergaloppiert“. Eine Entschuldig wäre angemessen. aber darüber muss Herr Gathmann selbst entscheiden. Er wird wissen, wie viel ihm sein Ruf und seine Seriösität als Berufsanfänger Wert ist.

    Herr Dr. Krause ist jedenfalls in Thüringen als ein Mann bekannt, der sich einem Gespräch nicht verschließt, der verzeihen kann und nicht nachtragend ist.

  1. 30. April 2008 um 9:18 am

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