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Posts Tagged ‘Wandern’

Beliebter Wanderweg durch die Schwedenlöcher wieder geöffnet

Das ging dann doch recht flott. Nachdem der Wanderweg durch die Schwedenlöcher nach einem Steinschlag am Pfingstsonntag gesperrt werden musste, konnte heute bekannt gegeben werden, dass die Schwedenlöcher nun wieder geöffnet sind. Laut Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft wurde ein örtliches Unternehmen mit der Abtragung der noch absturzgefährdeten Gesteinbrocken beauftragt.

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Sperrung und verwies darauf, dass „die Sperrung […] notwendig [war], um unmittelbar bestehende Gefahren zu untersuchen und zu beseitigen – auch wenn das in den letzten Tagen zu Enttäuschungen bei Besuchern des beliebten Wanderweges geführt hat.“

Wie die Sächsische Zeitung (Lokalausgabe Pirna) in ihrer morgigen Ausgabe berichtet, könnte der Felsabrutsch durch eine Wurzel ausgelöst worden sein, die sich gegen eine große Steinplatte ausbreitete und diese zum Rausbrechen gebracht hat. Die Steinplatte soll bergab gerutscht, auf einen anderen Fels getroffen und geborsten sein. Dadurch sind zwei größere und unzählige kleine Steinbrocken auf den Weg gefallen und haben sich auf einer Länge von 60 Metern ausgebreitet.

Pressemitteilung

Christian Helfricht

Felssturz in den Schwedenlöchern

Medienberichten zufolge gab es am Pfingstsonntag in den Schwedenlöchern in der Sächsischen Schweiz einen Felssturz, bei dem mehrere Menschen leicht verletzt wurden. Laut Sächsischer Zeitung lösten sich mehrere Gesteinsbrocken im unteren Teil der Schlucht und fielen auf den Wanderweg.
Ob weitere Felsabgänge drohen, ist momentan noch unklar. Die Nationalparkverwaltung hat den häufig frequentierten Weg auf unbestimmte Zeit gesperrt. Bei den Schwedenlöchern handelt es sich um einen beliebten Aufstieg zur Bastei, dessen Name auf schwedische Truppen im Dreißigjährigen Krieg zurückgeht.

Christian Helfricht

19. Mai: Stiegentreffen in der Sächsischen Schweiz

Am 19. Mai findet eine ganz besondere Veranstaltung in der Sächsischen Schweiz statt, zu der jeder recht herzlich eingeladen ist: Das 3. Treffen der Stiegenverrückten und aller anderen Wander- und Naturfreunde des Elbsandtseingebirges. Veranstaltet vom Stiegenbuchverlag in Person von Axel Mothes.

Treffen der Stiegenverrückten
19.05.2012, 10 – 14 Uhr
Kleinsteinhöhle, Sächsische Schweiz

Ich werde natürlich auch versuchen zu kommen, auch wenn wir da gerade wieder von unserem Hamburg-City-Urlaub zurück sind, der an diesem Montag beginnt.
Also, kommt zahlreich, es warten ein paar interessante Gespräche und Neuigkeiten rund ums Wandern in der Sächsischen Schweiz.

Christian Helfricht

Wandermarkierung der Zukunft?


(gesehen in der Nähe von Rabenau)

Tja, sehen so die Wandermarkierungen der Zukunft aus? Ein Weg, den man nur bis zu einem gewissen Ziel gehen kann und dann wieder umkehren muss, weil es nicht weiter geht? Sackgassenschilder im Wald, in der Natur oder bald schon im Nationalpark?

Ich wüsste einige Wege, wo solche Schilder nach momentaner Rechtslage gar nicht so verkehrt wären – die Weberschlüchte und der Großer Zschand (mit Abstrichen) in der Sächsischen Schweiz oder das Schwarze Tor auf böhmischer Seite. Mein Aufruf an die Menschen, denen die Wälder und Wege überall in der Welt gehören: Stellt Sackgassenschilder auf, wo Ihr wollt – willkürlich und wie euch der Wind steht. Gleiches Recht für alle. Im Nationalpark Sächsische Schweiz geht das mit den Sperrschildern ja auch …

Mit lakonischen Grüßen,
Christian Helfricht

Von Bad Schandau über den Schrammsteingrat nach Schmilka

Bad Schandau – Personenaufzug – Luchsgehege – Fahrstuhlweg – Neuschandau Ring – Emmabankweg – Meergründel – Lattengrund – Großes Schrammtor – Vordere Promenade – Jägersteig – Schrammsteingrat – Zurückesteig – Heilige Stiege – Heringsgrund – Zwieselhütte – Schmilka

Unsere heutige Wanderung führt uns von Bad Schandau über den Schrammsteingratweg nach Schmilka. Für diese Wanderung lassen sich die öffentlichen Verkehrsmittel ideal nutzen: mit der S-Bahn in die Sächsische Schweiz nach Bad Schandau, mit der Fähre in den Ort übersetzen und zurück in Schmilka die Fähre nutzen, um über die Elbe zu kommen und mit der S-Bahn in Richtung Dresden.

Die Wanderung wurde im Januar durchgeführt, als noch Schnee lag. Der große Vorteil zu dieser Jahreszeit ist der, dass man nicht mit großen Touristenmassen rechnen muss.

Wir starten also in aller Frühe in Bad Schandau. Durch den Ort geht es zum Personenaufzug, der uns zum Luchsgehege hinauf bringt. Über den Fahrstuhlweg geht es bis zum Neuschandauer Ring. Wir kreuzen die grüne Wandermarkierung, die aus dem Wolfsgraben kommt und wechseln auf den Emmabankweg, der uns schnurgerade aus zur Emmabank am Langen Horn bringt. Hier lohnt der Blick auf die noch nebelverhangende Elbe, den Zahnsgrund und die gegenüber liegenden Obrigenhörner. Weiter geht es auf dem Emmabankweg bis zum Abzweig ins Meergründel, wo uns der erste Schnee begegnet. Kurz bevor das Meergründel auf den Zahnsgrund trifft, biegen wir rechts ab, um genau gegenüber vom Lattengrund raus zu kommen. Diesen geht es nun hinauf. Immer enger treten die Wände zusammen, bis uns nur noch eine schmale Gasse übrig bleibt. Von wunderbaren Eisformationen begleitet, verlassen wir über einige Stufen den Lattengrund, schauen auf den mächtigen Falkenstein und wenden uns nun den Schrammsteinen zu.

Personenaufzug in Bad Schandau

Von oben ein top Blick über den Ort

Luchsgehege

Auch ein Luchs muss sich mal dehnen

Emmabankweg

Im Meergründel

Felsüberhang und Höhle im Lattengrund

Enge Felsgasse im Lattengrund

Wunderschöne Vereisungen

Durch das Große Schrammtor hindurch, wollen wir nun über die Vordere Promenade und den Wildschützensteig zum Schrammsteingratweg hinauf. Doch der Wildschützensteig ist heute so vereist, dass uns nur die Alternative über den Jägersteig bleibt. Über etliche Metallleitern geht es zum Grat hinauf und weiter in Richtung Breite-Kluft-Aussicht. Weiter folgen wir der Markierung blauer Strich bis einschließlich zum Zurückesteig. Von da wollen wir nun über die Heilige Stiege absteigen. Bisher mussten wir uns durch etliche Schneemassen wühlen, nun wird das kühle Weiß aber langsam weniger. Durch den Heringsgrund geht es gemächlich bergab und weiter durch den Schmilkaer Kessel bis in den Ort hinein.

Großes Schrammtor

Vereister Wildschützensteig

Alternative Jägersteig

Blick über den Schrammsteingrat

An der Breite-Kluft-Aussicht

Auch die Rotkehlchenstiege vereist

Am Zurückesteig

Heilige Stiege

Nationalparkhaus in Schmilka


Christian Helfricht

Rückblick auf das Treffen der IG Stiegen- und Wanderfreunde am 31.03.2012

Nachdem sich die IG Stiegen- und Wanderfreunde im Herbst des vergangenen Jahres gegründet hat, ist schon einiges passiert. Die Gemeinschaft wächst und gedeiht, diskutiert die aktuellen Themen zur Sächsischen Schweiz im immer lebendiger werdenden Forum und ab und an trifft man sich, um auch mal persönlich in Kontakt zu kommen.

Nach dem letzten Treffen im Januar kamen wir nun am letzten Tag im Mai bei stürmisch-verregnetem Wetter in der Katzsteinbaude zusammen, die der nette Wirt exklusiv für uns öffnete. Viele Dank auch noch einmal von dieser Stelle. Zunächst kamen die aktuellen Themen auf den Plan (mehr dazu im Forum der IG), dann ging es raus zu einer kleinen Wanderrunde aufs Katzsteinmassiv. Da traf uns dann das Wetter mit Graupelschauer und stürmischen Windböen – doch einen echten Wanderer schreckt auch das nicht zurück.

Weitere Berichte vom Treffen finden sich auf unserer Seite Sandsteinwandern und auf den Internetseiten von Arndt, Bernd und Karsten.

Christian Helfricht

Düster, wolkenverhangen, regnerisch – doch die Stimmung der Stiegenfreunde war ausgezeichnet!

Riegelhofstiege, Lehmannschlucht und Flüchtlingsweg

Bahnhof Wehlen – Robert-Sterl-Straße – Hermann-Schneider-Weg – Riegelhofstiege – Großer Bärenstein – Wanderweg (WM roter Strich) in Richtung Rauenstein – Lehmannschlucht – Gratweg Rauenstein – Pudelstein – Flüchtlingsweg – Der Kessel – Die Busch Wiesen – Robert-Sterl-Straße – Bahnhof Wehlen

Eine neue Wanderung, die ich mal alleine durchgeführt habe, an einem Vormittag Mitte Dezember. Wer sich kurz mal auf den Weg machen möchte, eine paar interessante Auf- und Abstiege mitnehmen und vielleicht schon zum Mittag wieder zurück sein möchte, dem kann ich die Tour nur empfehlen. Da es eine ähnliche Tour im Wanderarchiv schon gibt, möchte ich auch keine lange Wanderbeschreibung geben, sondern nur ein paar kurze Anmerkungen.

Und los geht es auf dem Hermann-Schneider-Weg

Wenn man die Riegelhofstiege erreicht hat, sollte man sich gut überlegen, ob man da hoch möchte. Denn ist man einmal durch die Höhle in den Mittelteil raufgestiegen, kommt man schlecht wieder runter (aber möglich ist das auch). Der Holzquerbalken, der einmal in der Höhle war, existiert nicht mehr. Ansonsten ist die Riegelhofstiege ohne Probleme zu meistern. Es geht über etliche große Geröllklumpen und ohne künstliche Hilfsmittel bergan. Oben angekommen, wird man mit einer herrlichen Aussicht vom Großen Bärenstein belohnt, der wohl zu Unrecht im Schatten seines kleinen Bruders steht.

Der Riegelhof

Durch eine enge Spalte geht es in die Höhle

Hat man sich durch die Höhle hochgerobbt, kann man sich das noch einmal von oben anschauen

Über einige Felsbrocken geht es nun hinauf

Hier nochmal von oben gesehen

Finsterer Blick vom Großen Bärenstein über den kleinen zum Königstein und dem Großen Schneeberg im Hintergrund

Und noch einmal der Blick zum Lilienstein

Auf dem Großen Bärenstein gibt es mehrere Pfade, die zu interessanten Passagen und auch Aussichten führen. Einige davon eignen sich spitzenmäßig um mal kurz Rast einzulegen. Vom Großen Bärenstein abgestiegen, geht es schnurstracks auf den Rauenstein zu. An dessen Sockel zweigt man in die Lehmannschlucht ein, nachdem man kurz an der betulichen Boofe vorbeigeschaut hat. Die Lehrmannschlucht ist der kürzeste Ausftieg auf den Rauenstein, wohl aber auch einer der unbekanntesten. Mäßig steil geht es auf einem kleinen Pfad um ein Felswand herum, der Weg ist mit kleinen Sträuchern gesäumt. Relativ plötzlich steht man auf einem Plateau und wenige Meter später hat man auch schon den Gratweg erreicht, genau an der Stelle der Gedenktafel.

Selten ausgedünnter Wald führt mich zum Rauenstein …

Boofe am Fuß des Rauensteins, rechts der Lehmannschlucht

Lehmannschlucht

Und schon hat man den Gratweg erreicht

An der Rauensteinaussicht blicken wir in den Hinteren Teil der Sächsischen Schweiz bis hin zum Rosenberg auf tschechischer Seite

Nun aber noch ab zur Aussicht, dann zurück über den Gratweg bis zum Pudelstein und dort unter genauem Studium der Karte den Flüchtlingsweg hinab. Um den zu finden, muss man schon sehr genau hinschauen, denn von oben (bzw. vom Mittelteil aus) ist er schwer zu finden. Zum Glück war unsere letzte Wanderung im Gebiet nicht so lange her. Schnell hat man Wehlen nun erreicht und die kurze Tour, für die man vielleicht 3 Stunden einplanen muss, ist auch schon wieder vorbei.

Rauensteingratweg

Schöne Stufenreihe auf dem Flüchtlingsweg

Christian Helfricht