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Peter Krause gibt auf – nun muss ihm Dieter Althaus folgen

Man kann es als Erfolg der kritischen Medienberichterstattung werten, dass der in die Kritik geratene Fast-Kultusminister von Thüringen, Peter Krause, nun seinen Amtsverzicht mitgeteilt hat. Täglich berichteten Lokalblätter von neuen Enthüllungen hinsichtlich seiner ehemaligen Tätigkeit als Redakteur verschiedenster rechtslastiger Zeitschriften. Der Druck wurde größer, nun kam das Ende noch vor dem eigentlichen Anfang.

Peter Krause fühlte sich von einer Hetzkampagne gefangen genommen, die ihm nun nicht mehr die Möglichkeit gegeben habe, ein „normales Leben führen zu können“. Gleichwohl hielt ihn das nicht davon ab, gestern nochmals die demokratischen Strukturen der deutschen Gesellschaft zu kritisieren und die Diskussion über ihn als „Selbstinszenierung“ abzukanzeln.

Damit ist die Personalie Krause abgehakt, die Probleme von Ministerpräsident Althaus sind indes umso größer geworden. SPD und Linke fordern seinen Rücktritt verbunden mit Neuwahlen und kündigen an, an dieser Stelle nicht Halt machen zu wollen, sondern nun weitere Enthüllungen vorbereiten zu wollen.

Recht so, möchte man sagen. Dieter Althaus ist an der Spitze des Bundeslandes Thüringen nicht mehr zu halten. Zu viel ist schief gelaufen, zu wenig kümmert man sich um Realpolitik. Umfragen sehen die Union bei 35%, eine rot-rote Koalition scheint bei Neuwahlen die wahrscheinlichste Koalition. Die Gräber scheinen geschaufelt, nicht nur für den Ministerpräsidenten, sondern für die gesamte CDU-Fraktion des Landtags, denn gerade sie hat sich in einer Welle der Solidarisierung hinter Althaus und damit hinter Peter Krause gestellt. Daran wird deutlich, woran es der CDU deutlich mangelt: An einer klaren Abgrenzung gegenüber rechts.

Wenn die CDU weiter den Kurs der Offenheit für deutlich national-gesinnte politische Meinungen fährt, kann auch die Bekämpfung des Rechtsextremismus und mithin des Antisemitismus keine Früchte tragen. Denn manchmal möchte man sich wundern und fragen: Ist die CDU wirklich gegen rechtsextreme Tendenzen, wenn sie das zwar sagt, aber nicht durch die praktische Politik umsetzen möchte?

Der Glasperlenspieler

Webnews MisterWong

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