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Mühlenwanderung im Zschonergrund + Neuer Rölke-Wanderführer für Dresden und die linkselbische Umgebung

Hp. Dresden-Kemnitz – Zschonergrundstraße – Ehemalige Weltemühle (ab hier bis zum Schluss WM grüner Strich) – Zschonergrund – Zschonergrundbad – Zahme Zschone – Zschonermühle – Wilde Zschone – Schulzenmühle – Am Mühlberg – Altnossener Straße – Oskar-Maune-Straße – Pennrich Gleisschleife

Anfahrt: von DD Hbf mit der Regionalbahn bis DD Kemnitz oder der DVB-Linie 94 bis Haltestelle Zschonergrundstraße
Karte: nicht notwendig, Rölke-Führer ist aber ganz ratsam
Länge/Höhenmeter: 8km/228Hm

Im Berg- und Naturverlag Rölke ist ein neuer Wanderführer erschienen. Er beschäftigt sich mit der Region Dresden und Umgebung auf linkselbischer Seite und erstreckt sich von Meißen bis zum Tharandter Wald, von Freital über den Rabenauer Grund bis zur Dippoldiswalder Heide, von Kreischa über Maxen bis nach Weesenstein und nach Dresden hin. 20 Wanderungen mit detaillierter Beschreibung, Exkursen zur Flora und Fauna im Gebiet, zur Geologie und zu wichtigen Sehenswürdigkeiten – wie immer mit präziser Karte und allen wichtigen Infos, die man nur bei Wander- und Naturführern aus diesem regionalen Kleinverlag bekommt. Zwei Wanderungen aus dem Buch wurden schon durchgeführt: Die Wilischwanderung von Kreischa aus und die hier beschriebene im Zschonergrund. Wir können auch die Bemerkung, dass in der Region um Dresden die Wegemarkierung wirklich mangelhaft ist, bestätigen. Bei unserer Wilischtour war das ein heilloses Chaos, was man da an den Bäumen gesehen hat. Ohne diesen Wanderführer sollte man gar nicht losmarschieren.
Lit.: Dr. Peter Rölke (Hrsg.): Wander- und Naturführer Dresden und Umgebung. Band 1. Dresden 2011. ISBN: 978-3-934514-25-6

Unsere heutige Wanderung führt uns also in den Dresdner Westen. Wir starten am Haltepunkt Kemnitz und gelangen über die Zschonergrundstraße an den Ausgangspunkt des Wanderweges im Zschonergrund – die ehemalige Weltermühle, die heute ein Hotel ist (Hotel Pattis). Dunkel wird es gleich am Anfang, laut rauscht der Zschonergrundbach am Wanderweg vorbei. Wir kommen am ehemaligen Zschonergrundbad vorbei, an dem kräftig gebaut zu werden scheint. Eigentlich möchte man dieses Bad schon anno 2011 fertigstellen und wiedereröffenen, so zeigt uns eine detaillierte Schautafel. Ob das zu schaffen ist, bleibt eher zweifelhaft.

Verregneter Start an der ehem. Weltemühle

Das im Bau befindliche Zschonergrundbad

Weite Wiesen prägen das Bild

Der Weg wird nun langsam breiter, es folgen Wiesen- und Waldabschnitte im ständigen Wechsel. Immer wieder mal eine kleine Brücke, ein kleiner Teich mit Biotop am Wegrand oder Informationstafeln des Lehrpfads. Bis zur Zschonermühle hat man schon ordentlich Naturgenuss getankt und kann gar nicht genug bekommen. Nun sollte man aber unbedingt das Mühlengelände inspizieren.

Zschonermühle

Wenn man nun weiter wandert, ändert sich sofort die Lage. Wir befinden uns in der Wilden Zschone und der Weg ist zu einem kleinen Pfad geworden; kleine Wegteile sind weggebrochen, alles aber recht gut begehbar. Wenn am Anfang die Wege noch breit angelegt waren, haben wir es hier nun mit recht naturbelassenem Untergrund zu tun. Unser Weg windet sich in einigen Kehren immer weiter, bis man nach einer Weile auch schon wieder das Ende der kleinen Tour an der Schulzenmühle erreicht hat. Die Schulzenmühle versprüht nun nicht unbedingt den Glanz der Zschonermühle, für einen kleinen Abstecher ist sie aber sicher ganz wertvoll. Im Übrigen bieten sich im Wegverlauf immer wieder Möglichkeiten aus dem Zschonergrund auszusteigen, hier und da führen kleine Wegalternativen zu abgelegenen Punkten, oft führt auf der anderen Seite des Baches ein kleiner Pfad entlang. Da wir nun am Ausgang des Zschonergrunds stehen, müssen wir noch durch den Dresdner Vorort Pennrich bis zur Gleisschleife laufen, um wieder ins Stadtgebiet zu kommen.

Wilde Zschone

Manch fragwürdige Brücke …

Schulzenmühle

Für die Wanderung sollte man allein im Zschonergrund min. 1,5 Stunden einplanen, mit dem Weg von bzw. zu den Verkehrsmitteln noch einmal zusammen eine halbe Stunde. Wer noch eine Rast in der Zschonermühle machen sollte, kann getrost 2,5 bis 3 Stunden einplanen. Es gibt hier viel zu entdecken. Wenn man möchte, kann man bsw. eine Mühlenführung mitmachen. Auch gut: Es gibt eine tolle Gastwirtschaft und im Hof zusätzlich einen Imbiss mit günstigen Speisen und Getränken.

Christian Helfricht

Nachtrag 17.05.2011: Das ist dann immer so: Kaum hat man einen Artikel geschrieben, schon muss man etwas hinzufügen. Diesmal wie folgt: In der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung (Dresden) steht ein Beitrag zum aktuellen Stand des Zschonergrundbades. Darin heißt es, dass das Bad im Sommer 2012 fertiggestellt werden soll. Im letzten Jahr habe man das Becken befüllt, in diesem wurden Entwässerungsleitungen gelegt. Nun sollen natürliche Wasserfilter für das Becken installiert werden. Bis zur Fertigstellung sollen laut Bericht noch das Duschgebäude und die Außenanlagen instand gesetzt werden. 

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