Archive

Posts Tagged ‘Landungsbrücken’

Urlaub in Hamburg – Rückblick Teil 2

Stadtrundfahrt … und der Regen beginnt
Der zweite Tag beginnt – welch Wunder – mit Sonnenschein. Gute Voraussetzungen möchte man meinen, aber als wir wenige Stunden später an den Landungsbrücken stehen und unsere Tickets für die Stadtrundfahrt kaufen, beginnt mit einem leichten Nieseln das, was sich später in einen prächtigen Regenschauer verwandelt. Und dann ist da noch dieses Gefühl von Heimat, das uns beschleicht, als wir es auf einmal neben uns sächseln hören und 4 Leipziger sich zu uns in den Bus gesellen, die dann auch noch im gleichen Hotel untergebracht sind. Zufälle gibts … Aber gut, die Stadtrundfahrt beginnt und führt uns zunächst von den Landungsbrücken in die Speicherstadt und in die Hafencity, wo wir die neuen Großprojekte – die Elbphilharmonie und den Bau der neuen U-Bahn-Linie – bewundern können. Weiter führt uns die Strecke zwischen Binnen- und Außenalster vorbei in Hamburger Universitäts- und Villenviertel. Durch Rotherbaum und St. Georg geht es wieder zurück in die Innenstadt. Wie sich der Bus durch die teilweise engen Gassen schlängelt, ist eine wahre Meisterleistung. Auch die Kommentare des Stadtführers sind sehr treffend und immer mit einer leichten Ironie versehen. Weiter geht es nach St. Pauli und über die Reeperbahn nach Altona, von wo aus wir unseren Startpunkt wieder erreichen. Selbst bei Regen lohnt sich so eine Stadtrundfahrt ungemein. Es gibt im Übrigen etliche Unternehmen, die eine Stadtrundfahrt anbieten. Sie unterscheiden sich meist durch eine individuelle Farbe. Wir waren sehr zufrieden und können deswegen die Gelben Doppeldeckerbusse mit den Comicfiguren drauf weiterempfehlen. Und noch ein Tipp: Man kann Kombitickets für Stadt- und Hafenrundfahrt erwerben, bei denen man zum Teil erheblich spart.

Ein Museumsschiff folgt dem nächsten
Im Regen führt uns der Weg zu zwei Museumsschiffen, die im Hafen vor Anker liegen. Das neuere und deutlich größere Modell ist die Cap San Diego, die als das größte, fahrtüchtige zivile Museumsschiff der Welt gilt. Hier kann man so gut wie alles besuchen – der Rundgang führt über die Kommandobrücke, den Maschinenraum, das Deck, die Ladungsluken und vieles mehr durch das ganze Schiff. Hier kann man etliche Stunden verbringen. Ein wirkliches Highlight des Urlaubs. Kleiner und beschaulicher geht es nebenan zu. Die Rickmer Rickmers ist älter, dafür zum Teil aber deutlich edler und eleganter. Der 1896 gebaute Großsegler liegt seit 1983 im Hafen, nachdem er mehrere Ziele in den entferntesten Regionen der Welt erkundet hat.

Das Hamburger Wahrzeichen – der Michel

Ein Fleet

Aussagestarke Häuserwände …

Cap San Diego

… und der Maschinenraum

Rickmer Rickmers

Christian Helfricht

Urlaub in Hamburg – Rückblick Teil 1

Vorbereitung, Anreise, Wetter
In der Woche vom 14.05. bis 18.05.2012 waren wir auf Städtereise in Hamburg. Schon Wochen vorher wurden Reiseführer studiert, Ausflüge geplant und ein Hotel ausgesucht. Zunächst war geplant mit der Bahn anzureisen, doch dann haben wir uns für die Fahrt mit dem Auto entschieden. Von Dresden hat man eine gute Verbindung über die A4 und die A13 nach Berlin, der Berliner Ring (A10) und dann die A24 direkt nach Hamburg. In etwa 5 Stunden (ohne Pause gerechnet) hatten wir Hamburg erreicht. Das Wetter war durchgehend so, wie man es von Hamburg erwarten würde – grau, regnerisch, windig und ganz kurz dazwischen auch ein Hauch von Sonnenschein.

Übernachtung, ÖPNV und Hamburg CARD
Das Hotel lag unweit der Autobahn, Einchecken war auch schon möglich. Da wir recht günstig übernachten wollten, hatten wir uns ein Hotel am Stadtrand gesucht – das 3 Sterne Amedia Moorfleet kam da gerade richtig. Kleine Doppelzimmer, alles ordentlich sauber, freundliches Personal und ein top Frühstücksbuffet. Der Parkplatz hinterm Hotel ist kostenlos nutzbar. In Hamburg selbst sollte man nicht unbedingt das Auto nutzen. Der ÖPNV ist sehr gut ausgebaut – ein System aus S-Bahn, U-Bahn und Schnellbussen führt zu nicht allzu teuren Preisen durch die Stadt. Es empfiehlt sich zudem die HamburgCard zu erwerben, mit der man den Nahverkehr kostenlos nutzen kann und obendrein noch Rabattierungen für verschiedene Eintritte, Hafen- und Stadtrundfahrten erhält.

Ab in die Stadt!
Nach der Ankunft steht der erste Ausflug in die Stadt an. Also rein ins Vergnügen, ab in die S-Bahn und zum Hauptbahnhof, wo so viel los ist, wie man es vom Hauptbahnhof in Dresden nicht gewohnt ist. Erster Eindruck: Hamburg ist größer, voller, multikultureller, jünger und weltoffener – in Hamburg fühlt man sich wohl. Auf in Richtung Mönckebergstraße, der Einkaufsmeile in Hamburg. Wir spazieren an Kaufhäusern und Kirchen vorbei zum prachtvollen Rathaus und in einem Bogen über den Jungfernstieg zur Binnenalster. Hier kann man am Alsterpavillon ein Eis essen und in der Sonne entspannen. Noch hält das Wetter aus.
Mit der nächsten S-Bahn geht es an die Landungsbrücken, eines der touristischen Highlights von Hamburg. Hier werben die alten „Seebären“ mit markigen Sprüchen um Teilnehmer an den Hafenrundfahrten. Doch heute wollen wir noch nichts groß unternehmen, nur ein erstes Gefühl bekommen von der Stadt, den Menschen und dem eigenen Charme, den Hamburg versprüht. Und was macht unsere kleine Elbe eigentlich? Die ist erwachsen geworden …

Die Mönckebergstraße


Auch die Occupy-Bewegung ist zu Gast


Entspannen an der Binnenalster


Barkassen an den Landungsbrücke


Elbphilharmonie und Cap San Diego

Christian Helfricht