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Posts Tagged ‘Aserbaidschan’

Rückblick auf den Eurovision Song Contest 2012

Dieses Jahr stand der Eurovision Song Contest ganz im Zeichen der politischen Lage in Aserbaidschan. Wo Menschenrechte missachtet werden, sind die deutschen Gutmenschen natürlich schnell da. Fein, für drei Wochen beklagen wir die Notstände und dann ist auch schon wieder alles vorbei. Aber rühmen können wir uns – in anderen Länder gab es eine solche Debatte nicht mal … (hört, hört)

Aber zum musikalischen Teil. Wir hatten es mit einem schwachen Jahrgang zun tun. Entweder wurde viel gekreischt und sich die Seele aus dem Leib geschrien oder das eine Geschmachte folgte dem nächsten. Auch Deutschland war da keine Ausnahme. Mit einem schwachen, inhalts- und höhepunktsarmen Lied sollte man mit einem 8. Platz mehr als zufrieden sein. Die Gewinnerin Loreen aus Schweden stand den Buchmachern zufolge schon im Voraus als Siegerin fest. Dass sich solche Prognosen dann bewahrheiten, ist beim ESC aber nicht unbedingt die Regel.

Unsere diesjährigen Lieblingslieder sind zum Teil schon in den Halbfinals ausgeschieden bzw. waren dann im Finale nicht unter den Top 5 – mit Ausnahme der Siegerin aus Schweden.

Die Gewinnerin:
Schweden: Loreen – Euphoria

Josephine Favoritin – Platz 9 im Finale:
Italien: Nina Zilli – L’Amore È Femmina

Meine Favoriten – leider im Halbfinale ausgeschieden:
Israel: Izabo – Time

Christian Helfricht

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Eurovision Song Contest 2011 – Unsere Highlights

Gestern war wieder Song Contest, wir waren schon lange in aufgeregter Vorfreude und haben dem Abend entgegen gefiebert. Auch die Halbfinals waren Pflichtprogramm. Schon da zeigt sich, dass die gehandelten und gewetteten Favoriten nicht unbedingt auch bei den Zuschauern in Europa vorn liegen. Selbst verdiente und alteingesessene Länder schieden aus (bsw. Israel, Türkei und Lettland), sodass fürs Finale alles offen war.

Gestern Abend begann die Show dann überzeugend. Im Vorfeld war zu hören, dass Lena nicht auftreten würde und Stefan Raab ihren Part übernehmen werde, was er dann auch in überzeugender Weise tat. Und zum Ende des Eröffnungsliedes kam Lena dann doch noch einmal auf die Bühne. Und etliche von Lenadoubles mit den teilnehmenden Länderflaggen – das war überzeugend.

Der Abend nahm wie immer seinen eigenen Lauf. Schon beim Auftritt von den Topfavoriten konnte man manche Vermutung äußern, dass da vielleicht doch andere weiter vorn liegen könnten. Der Applaus hielt sich in Grenzen. Zu den enttäuschten Nationen gehören sicher die hoch gehandelten Iren (8., Jedward) und Franzosen (15., Amaury Vassili), Briten (11., Blue), Finnen (21., Paradise Oskar) und Esten (24., mit dem wundervollen Lied von Getter Jaani). Zu den erfolgreichen Überraschungen gehören vor allem Italien (2., Raphael Gualazzi), Bosnien-Herzegowina (6., Dino Merlin) und Moldau (12., Zdob și Zdub). Die Gewinner aus Aserbaidschan, Ell und Nikki, mit ihren Siegersong „Running Scared“ sind verdiente Sieger, die zum Glück fadenscheinige Nummern aus Schweden, Ukraine und Griechenland hinter sich lassen konnten. Lena kann mit ihrem 10. Platz zufrieden sein. Aus einem eher mittelmäßigen Lied hat sie noch viel herausgeholt, ihre Stimme ist immer noch nicht die eines „Engels“, aber ihre positive Art mit deutlich zur Schau gestellter Erotik konnte zumindest einige Zuschauer überzeugen.

Unser Favoriten waren folgende Länder:
Estland (24.)

Moldau (12.)

Serbien (14.)

Bosnien-Herzegovina (6.)

Dänemark (5.)

Aserbaidschan (1.)

Christian Helfricht