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Archive for the ‘Meldung’ Category

Schlammlawine im Kirnitzschtal

Nach Medienberichten gab es am vergangen Samstag im Kirnitzschtal, auf Höhe der Gaststätte Waldhäusl, eine Schlammlawine, die die Kirnitzschtalstraße für mehrere Stunden unbefahrbar machte. Ausgelöst wurde die Lawine durch aufgeweichte Erde, die den Regenschauern der vergangenen Tage nicht mehr standhalten konnte. Laut Dresdner Neuesten Nachrichten ergossen sich die Schlammmassen über eine Fahrbahnlänge von 300 Metern. Zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kam es noch bis 17 Uhr.

Christian Helfricht

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In eigener Sache: Kommentare, Unterseiten, Detailänderungen

Wie einigen Lesern vielleicht schon aufgefallen ist, gab es an diesem Blog in letzter Zeit einige Änderungen. Diese sollen hier nun einmal gesondert erwähnt werden:

  • Von WordPress selbst wurde bsw. die Kommentarfunktion etwas geändert bzw. vereinfacht. Nun kann man neben den althergebrachten Möglichkeiten auch über den Facebook-/Twitter-Account kommentieren.
  • Die Sidebar wurde etwas entschlackt, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
  • Die Über-Seite wurde aktualisiert.
  • Vor einiger Zeit ist schon die neue Seite Wandern im Elbsandstein (ehemals ‚Wanderungen in der Sächsischen Schweiz‘), vor mehreren Tagen Wandern in anderen Regionen und gestern nun Neues aus Dresden hinzugefügt worden. Hier werden die neuen Beiträge, so sie denn in eine der Kategorien passen, eingefügt. Dies soll vor allem die Übersichtlichkeit erhöhen. Zu finden sind die Seiten unter der Titelleiste. Weggefallen sind die Seiten ‚Plattenladen‘ und ‚Liebste Gedichte‘.
  • Inhaltliche Änderungen gab es über die Jahre immer wieder. Durch die Umstellung auf regionale Thematiken, speziell Dresden und die Sächsische Schweiz, wurden mehr Leser gewonnen. Die Seite wird nun, neben der Stammleserschaft, auch vermehrt durch Suchmaschinendienste gefunden. Beitrage sind mit deutlich mehr Bildern versehen und wurden auch in Sachen Lesbarkeit, bsw. in der Abkehr vom linguistischen Relativismus, vereinfacht.

Christian Helfricht

Dresden im Freudentaumel – Dynamo schafft Aufstieg in 2. Liga

Fußballspiele könnten spannender nicht sein. Erst liegt die eigene Mannschaft im Rückstand, doch dann wendet sich das Blatt. Und dann die Angst vor dem Tor des Gegners. Und die Minuten ticken … und ticken … und dann geht der Schlusspfiff im Jubel und Freudentaumel unter.

Dynamo Dresden hat also das Unmögliche möglich gemacht. Das sagt sich so leicht, aber es gibt doch die Situation wieder, in der sich der Verein noch vor Wochen befand. Nach drei verlorenen Spielen feuerte man Trainer Maucksch und präsentierte auch gleich einen neuen: Ralf Loose – ein stiller Mann, der seiner Mannschaft angeblich als erstes die Frage stellte, wer noch an den Aufstieg glaube. Damals meldete sich keiner, doch schon wenige Wochen später schien die Situation nicht mehr so aussichtslos. Der neue Trainer brachte neuen Schwung ins Team, fand gleich den Kontakt zur Mannschaft und machte die noch übrigen Spiele allesamt zu Endspielen. Offenbar hat das gewirkt. Kein Spiel ging seitdem verloren, selbst Rückstände konnten noch umgebogen werden. Mit Fleiß, Teamgeist und vor allem Moral hat es die Mannschaft nun in die 2. Bundesliga geschafft.

Nun sollte man so richtig ausgelassen feiern, denn bei Dynamo ist nicht alles Gold was glänzt. Einige Spieler verlassen den Verein, das ist sicher. Zudem stehen noch Vertragsverhandlungen aus, die durch den Aufstieg aber möglicherweise etwas leichter werden könnten. Und auch neue Spieler müssen präsentiert werden, besonders im Sturm bleiben da noch einige Fragezeichen. Und letztlich muss es Dynamo endlich schaffen auf eigenen Beinen zu stehen und ein solides Finanzkonzept zu erstellen. Die klamme Stadtkasse kann nicht immer einspringen, wenn ständig neue Löcher im Etat aufklaffen. Nicht zu vergessen sei auch die berechtigte Kritik der anderen Sportvereine, die unter der Einseitigkeit der Sportförderung leiden.

Christian Helfricht

Mutige Dresdner setzen sich erfolgreich gegen Nazis zur Wehr

19. Februar 2011 8 Kommentare

Wenn man sich heute in der Stadt umsah, dann gab es ein geteiltes Bild. Als ich heute früh in die Innenstadt fuhr, in Richtung Bahnhof Mitte, war von einer besonderen Ausnahmesituation nichts zu spüren. Als ich aber wiederkam, sah das Bild ganz anders aus. Unterwegs wurden gefühlte hundert Mal der Rucksack kontrolliert, Sprechchöre an allen Ecken und Enden und eine chaotische Organisation mit einer deutlich angespannteren und überforderten Polizei, als es letzte Woche noch der Fall war. Das konnte man aber auch absehen.

Zu Hause wieder angekommen und nachverfolgt, was in anderen Teilen der Stadt noch passiert ist und zum Teil noch passiert, entsteht das Bild von Zerstörung, Wut, friedlicher Gegenwehr, polizeilicher Willkür und törrichter Dummheit seitens der Stadtverwaltung. Was geht in Menschen vor, die sehenden Auges auf das Chaos zugehen und freimütig sagen: den Nazis muss man das Demonstrationsrecht gewähren, auch wenn es deutlich zu wenig Polizeikräfte gibt, wenn absehbar die Unversehrtheit friedlicher Bürger zu schaden kommen kann, wenn Gewalttaten vorauszusehen sind, usw. Wieviel Verstand ist einem Verwaltungsgericht zuzuschreiben, das die Demonstrationsfreiheit der Sicherheit aller Bürger vorzieht?

Die Lage in der Stadt glich einem Ausnahmezustand. Gegendemonstranten versammelten sich rund um den Hauptbahnhof, in einem Ring zwischen Strehlener Platz, Unigelände, Südvorstadt, Budapester Straße und Wiener Platz. Dazwischen an der südlichen Seite des Hauptbahnhofes etwa 600 Neonazis. Zudem verteilt in der ganzen Stadt einige marodierende Banden von Rechtsextremisten und eine Minikundgebung am Nürnberger Platz. Friedliche Gegendemonstranten blockieren die Marschmöglichkeiten der Neonazis am Hauptbahnhof, sodass diese dort verharren müssen. Es kommt zu Auseinandersetzungen von Autonomen und Polizisten, es brennen Papierkörbe und Straßensperren. Barrikaden werden errichtet, Einzelne werden immer wieder durch die Polizei aus der Masse herausgerissen und ohne ersichtlichen Grund festgehalten. Eine lokale und friedliche Versammlung von Gegendemonstranten in der Strehlener Straße wird am frühen Abend von Polizisten umzingelt und nicht nach Hause gelassen. Personalien sollen gesichert werden, was einem Affront gleichkommt.

Da sich für die Nazigruppe am Hauptbahnhof keine Möglichkeit eines Marsches mehr ergibt, löst die Polizei die Demonstration auf und begleitet die Nazis in den Bahnhof, wo sie sich großteils in den Zug nach Leipzig begeben. Da sind sie nun auch angekommen und werden auf dem Ankunftsgleis nicht weiter gelassen. Auch in Leipzig sollen sich Gegendemonstranten eingefunden haben.

Unterdessen spielten sich am Vorabend bis ca. 19Uhr verrückte Szenen in Dresden-Plauen ab. Nazis hatten sich, aus Freital kommend, am F.C.Weiskopf-Platz versammelt und wollten dort marschieren. Zunächst waren so gut wie keine Polizeikräfte vor Ort und wenige Antifas waren wilden Angriffen von extrem agressiven Rechtsextremisten ausgesetzt. Es kam zu Steinwürfen und etlichen Verletzten, Anwohner berichten von einer gespenstigen Stimmungslage. Doch auch hier konnten die Nazis nicht marschieren, aus allen Richtungen waren weitere Gegendemonstranten im Anlauf. So mussten sich die Rechten geschlagen geben und zurück zum Haltepunkt Plauen ziehen und von da zu ihren Bussen in Freital.

Für die Nazis war dies also kein erfolgreicher Tag, es kamen auch deutlich weniger als erwartet und als letztes Jahr. Für die friedlichen Gegendemonstranten war es ein Erfolg auf ganzer Linie, auch wenn gewaltbereite Autonome mediengerechte Brandbilder produzierten. Für uns Dresdner, die wir bei den Demonstrationen waren oder den Mahnwachen in den Kirchen oder an der Synagoge beiwohnten, bleibt ein bitterer Geschmack. Was für ein Schicksal trifft uns, das wir immer und immer wieder den Nazis ein Forum bieten, im Übrigen als einzige Stadt in dieser Art in ganz Deutschland? Warum geht es nicht bei uns, wie es in anderen Städten möglich ist? Und warum dürfen Nazis Dinge, die friedliche Gegendemonstranten nicht dürfen? Auch wenn der Tag aufregend war und für jeden Antifaschisten und demokratischen Bürger eine Wohltat – wir könnten gern darauf verzichten.

Christian Helfricht

Eine top Quelle für den Tag in der Stadt und nun auch zu Hause war im Übrigen auch coloRadio. Dieses Dresdner Freie Radio hat den gesamten Tag über, auch jetzt noch, Meldungen zusammengefasst und den Überblick meist auch ganz gut gehalten. Auch sonst ist dieses Radio wunderbar coloRadio
PS.: Schauen Sie sich auch dieses beeindruckende Video von Spiegel Online an: Link , weiteres Video von leftvision: Link

Und lesen Sie den Bericht von Tom Strohschneider (Redakteur beim Wochenmagazin Der Freitag) über illegalen Protest, der trotzdem legitim sein kann: Link

Nachtrag 20.30 Uhr: Nun wurde ohne ersichtlichen Grund die Zentrale der Partei Die Linke im Haus der Begegnung in Dresden von der Polizei gestürmt und durchsucht. Dabei soll es mehrere Verletzte gegeben haben. Mehrere Leute wurden festgenommen. Zunächst konnte kein Durchsuchungsbefehl vorgelegt werden. Es wurde mit der Abgeordneten Katja Kipping verhandelt, alle Räume waren zudem zugänglich. Im Haus der Begegnung hatte auch das Bündnis Dresden Nazifrei seine Pressestelle.
Eine weitere Polizeiaktion soll beim linken Jugendverein Roter Baum e.V. durchgeführt worden sein. Auch hier soll es zu Festnahmen gekommen sein. In Anbetracht dieser beiden Polizeiaktionen ist für 21.30Uhr eine Spontandemo vorm Polizeirevier an der Schießgasse geplant. Dazu folgender DNN-Beitrag: Link

Nachtrag 21.30 Uhr: Der Vorwurf ist nun bekannt und heißt Bildung einer kriminellen Vereinigung und Vorbereitung von schwerem Landfriedensbruch. Gegen wen sich der Vorwurf richtet, ist nicht klar.

Nachtrag 23.00 Uhr: Und noch ein paar Zahlen. 600 Neonazis trafen sich am Hauptbahnhof, 500 in der Nähe Weiskopf-Platz. 50 Personen wurden über den Tag in polizeiliches Gewahrsam genommen (inoffizielle Angaben sind deutlich höher), bei 200 Personen wurde die Identität festgestellt. 50 Polizisten wurden verletzt, 4500 waren im Einsatz. Die Zahlen wurden von der Polizei Dresden bekannt gegeben.

Jürgen Stein muss gehen – Wechsel an der Spitze des Nationalparks Sächsische Schweiz

Am 25.11.2010 wurde ein wirklich einschneidender Wechsel an der Spitze des Nationalparks Sächsische Schweiz bekannt gegeben: Jürgen Stein, seit circa 20 Jahren Leiter der Nationalparkverwaltung, verliert seinen Posten und übernimmt die Führung des „Amtes für Großschutzgebiete“ im Staatsbetrieb Sachsenforst. Formal, so wird kolportiert, sei dies sogar eine Aufwertung, faktisch wird Jürgen Stein aber sein Lebenswerk genommen.

Zwar dankte der sächsische Umweltminister, Frank Kupfer, Stein für seine maßgebliche Beteiligung „an der Gründung des Nationalparks im September 1990“, gleichwohl für die gute Zusammenarbeit mit der böhmischen Seite und die Darstellung des Nationalparks im In- und Ausland, doch steckt in der Umbesetzung erheblicher Zündstoff. Medienberichten zufolge herrscht in der Nationalparkverwaltung momentan Kopflosigkeit. Offenbar kam die Abberufung ohne jegliche Vorwarnung. Die Sächsische Zeitung schreibt in ihrer Wochenendausgabe, Stein habe sich erst kürzlich mit der Zeitung über Zukunftspläne ausgetauscht, nun allerdings sei er nicht mehr zu erreichen.

Was die Gründe für die Abberufung waren, darüber kann momentan nur spekuliert werden. Seit langer Zeit gibt es harsche Kritik am Nationalparkchef, insbesondere nach dem Hochwasser der Kirnitzsch entflammte eine neue Debatte um die Nationalparkverwaltung, die von vielen als nicht mehr zeitgemäß und heillos zerstritten eingestuft wird. Auch die Außendarstellung wurde zunehmend schlechter, was im Streit zwischen Stein und Wanderkartenherausgeber Rolf Böhm seinen Höhepunkt fand. Die bis heute nicht beigelegte Debatte führte zum einen zu einer Solidarisierung mit Böhm, zum anderen zu einer Diskussion um den Status des Nationalparks und zu einer neuerlichen Debatte um ein Wegekonzept für die umstrittene Kernzone im Hinteren Teil der Sächsischen Schweiz. Hier zeigte sich Jürgen Stein oft als debattenscheuer Betonkopf, der sich in seiner Regentschaft immer mehr von den Interessen der Wanderer entfremdete.

Insofern bricht für den Nationalpark eine neue Zeit an. Der Nachfolger im Amt, Dietrich Butter, bisheriger Leiter des Forstbezirkes Neustadt, übernimmt keinen leichten Job. Viele Fragen sind in den letzten Jahren unbeantwortet liegen geblieben und müssen nun angegangen werden. Die Verwaltung des Nationalparks muss erklären, welcher Status ihr heute beigemessen werden muss und welche Daseinsberechtigung der Nationalpark überhaupt hat, wie sie sich im Austausch mit Anwohnern und Unternehmern, aber auch Naturschützern, Wanderern und Bergsteigern, ein neues Konzept des Zusammenlebens und Erlebens des Nationalparks vorstellt und wie sie historisch gewachsene, kulturelle Interessen mit Fragen der Biodiversität der Region zusammenbringt.

Christian Helfricht

Nachtrag 29.11.2010: Die Debatte wird fortgeführt. In der heutigen Ausgabe der Sächsischen Zeitung (Lokalausgabe Pirna) erscheint ein Leserbrief zum Thema (Tenor: Nationalpark darf kein Totalreservat werden) und ein kurzes Statement von Axel Mothes zu den frevelhaften Umbauarbeiten am Gohrisch.

Nachtrag 01.12.2010: Laut Sächsischer Zeitung (Pirna) von gestern (30.11.2010) ist die SPD-Grüne Kreistagsfraktion im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit der Abberufung von Jürgen Stein nicht einverstanden. Vize-Fraktionschef Claus Krüger (Grüne) sagte der Zeitung, mit dem Rauswurf gehorche die Sächsische Landesregierung „den Forderungen einiger CDU-Bürgermeister und schade dem Naturschutzgedanken.“ Schon mit der Unterordnung des Naturschutzes in den Wirtschaftsbetrieb Sachsenforst habe die Regierung den Nationalpark geschwächt.

Erwischt! Google startet Street View …

Ab heute ist in Deutschland Googles Dienst Street View verfügbar, zumindest in großen Teilen. Als 2009 das Google-Auto an unserer Straße vorbeifuhr, habe ich es schon erkannt und gedacht: aha, jetzt bis du da also auch drauf. Und heute hab ich gleich mal nachgeschaut und natürlich bin ich wunderbar zu erkennen. Bei der Vorbereitung zum Fahrradfahren, auf dem Fahrrad, wie ich aus der Haustür komme und so weiter …

Diese fragwürdige Praxis des Aufzeichnens darf natürlich hier nicht vorenthalten werden – ebenso wie die Bilder. Viel Spaß damit!

(Bilder stammen allesamt von Google Earth)

Christian Helfricht

Das Märchen vom Minus-Ossi

Nun sind die Ossis also keine eigene Volksgruppe. Na wer hätte das denn gedacht?!
Das Arbeitsgericht in Stuttgart hat entschieden und damit Grundsätzliches verkündet: Man könne den „Ossi“-Begriff zwar diskriminierend verstehen, aber eine Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft läge deswegen noch lange nicht vor. Also muss sich die klagende Dame damit abfinden, dass man es ihr als negativ anrechnen kann, dass sie aus der ehemaligen DDR kommt.

Dieser Fakt ist, wenn nicht berauschend, dann doch zumindest spannend. Welcher Ossi mag sich das denn nicht schon einmal gedacht haben, er sei irgendwie benachteiligt, bekomme weniger Geld und würde geringer wertgeschätzt? So. Nun aber mal nicht alle über einen Kamm scheren. Das ist ja schon ein spezieller Fall. Da ist der Arbeitgeber ein Dussel an sich und händigt der Arbeitssuchenden ihre Bewerbung aus, auf der gleich eine handschriftliche Einschätzung steht mit der „Expertise“: Minus-OSSI. Das sei natürlich nicht der Grund für die Ablehnung, so wurde im Nachhinein verbreitet, es habe da ganz andere Probleme gegeben.

Alldieweil eine Frau, die mit ihrer Herkunft öffentlich umgeht, sich nicht verstecken muss und dann darauf klagt, nicht als eine Fremde unter eigentlich Gleichen behandelt werden zu dürfen. Eine Frau, welcher der Medienrummel nun zu viel werde und deren Ziel es einfach nur sei, den Leuten mal ins Gewissen zu reden und zum Nachdenken anzuregen.

Na gut. Warum auch nicht? Und was sollten die Richter denn auch sagen? Die Entscheidung war von vorn herein klar: Ossis und Wessis – keine Unterschiede, ein Volk. Man stelle sich doch mal vor, was für Proteststürme aufgezogen wären, hätte man gegenteilig entschieden! Viele Ossis hätten sich möglicherweise gar noch bestätigt gefühlt in ihrer BRD-kritischen Meinung und gleich wieder von der Treuhandanstalt und ähnlichem gefaselt. Und damals hat man alles kaputt gemacht …

Ach, wer möchte da noch urteilen? Frei sind wir; frei und reich an allem.

Christian Helfricht