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Literatur zur Sächsischen Schweiz

Groß ist die Auswahl an Wanderliteratur, die sich zur Sächsischen Schweiz findet. Vom Genusswandern über Höhlenführer bis zum Stiegen- und Kletterbuch ist alles dabei. Dazwischen hat sich eine Nische gebildet, in der auch regionale Autoren und Verleger ihre Leserschaft finden.

Neben den großen Verlagen (Kompass, Rother, DuMont, etc.) gibt es also auch kleine Anbieter (Berg- und Naturverlag Rölke, Heimatbuchverlag, Stiegenbuchverlag, etc.), die qualitativ meist zu bevorzugen sind. Wenn man sich beispielsweise den Kompass-Wanderführer für die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge vornimmt, so fällt zunächst auf, dass hier unheimlich viele Touren aufgeführt sind. Hat der Autor diese auch wirklich selbst abgewandert? Kann man den hier gemachten Angaben vertrauen? Wie bei jedem anderen Wanderführer auch, gibt es zunächst einen allgemeinen Teil, der sich mit den Gegebenheiten des Gebiets auseinandersetzt und Grundsätzliches schildert. Im Falle des Kompass-Führers fehlen beispielsweise aber Ausführungen zur Flora und Fauna, dafür gibt es einen großen Teil der sich mit den Ortschaften der Sächsischen Schweiz beschäftigt. Dann folgt der Wanderteil mit Touren dreier unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Dabei fällt auf, dass es keine wirklich schweren Touren gibt und auch nur wenige, die länger als 5 Stunden dauern.

Als Beispiel für einen regionalen Wanderführer bietet sich der im Bergverlag Rölke erschienene Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz Band 2 an. Auch hier gibt es einen allgemeinen Teil – der kommt allerdings erst am Ende. Zuvor finden sich Ausblicke in alle Bereiche, die die Sächsische Schweiz betreffen: Wandern, Tourismus, Klettern, Natur und Kultur. Im Wanderteil gibt es eine detaillierte Karte und Beschreibungen, die auf kleinste Details am Wegesrand eingehen. Immer wieder gibt es zudem kurze Exkurse zu geologischen Besonderheiten, Pflanzen, die im Gebiet wachsen und bedrohten/ausgestorbenen Tierarten im Elbsandstein.

Zudem gibt es von den regionalen Verlagen oder auch in Eigenproduktion einige interessante Veröffentlichungen. Hierbei ist vor allem der Stiegenbuchverlag und Verleger Axel Mothes zu nennen, der zahlreiche Bergpfade- und Stiegenbücher herausgebracht hat, die in ihrer Detailverliebtheit ihresgleichen suchen. Ferner gibt es einen jährlichen Stiegenkalender, Reprintwanderführer und -wanderkarten und neuerdings auch zwei Sammelbände zur Heimat- und Naturgeschichte der Sächsischen Schweiz.
Auch für Kinder aller Altersklassen ist die Sächsische Schweiz geeignet. Das zeigt Arndt Noack in seinem großartigen Wanderführer Wandern mit Kindern in der Sächsischen Schweiz, der alles Nützliche bereithält, um mit den Jüngsten in der Familie durch die Natur zu stapfen. Und da kann man sogar den Kinderwagen dabei haben.

Nicht zu vergessen sind natürlich die Wanderkarten, ohne die man auch in der Sächsischen Schweiz nicht unterwegs sein sollte. Hier gibt ebenfalls eine Vielzahl an Möglichkeiten – allerdings nur eine, die wirklich in Frage kommt. Von den großen Verlagen (Kompass, Barthel, Publicpress) und auch von sachsenweiten Veröffentlichungen (Landesvermessungsamt, Sachsen Kartographie) sollte man nur als Zusatz oder am besten gar keinen Gebrauch machen. Leider gibt es hier zu wenig eingezeichnete Wege oder deutlich „verfälschte“ Darstellungen. Nur Kartograph Rolf Böhm aus Bad Schandau führt Karten, die in der Sächsischen Schweiz wirklich zu gebrauchen sind. Hier findet sich jeder Weg, der noch in irgendeiner Weise in der Natur vorhanden ist.

Nicht zu vergessen sind natürlich Veröffentlichungen, die schon einige Zeit zurück liegen, aber immer noch relativ aktuell erscheinen. Zu nennen sind hier beispielsweise der Geologische Führer durchs Elbsandsteingebirge von Rast, die Veröffentlichungsreihe Werte der deutschen Heimat mit den drei für die Sächsische Schweiz relevanten Bänden (Im Süden der Barbarine; Gebiet Königstein; Zwischen Sebnitz, Hinterhermsdorf und den Zschirnsteinen). Aber auch ältere Betrachtungen von Wilhelm Lebrecht Götzinger (Schandau und seine Umgebungen oder Beschreibung der sogenannten Sächsischen Schweiz), Ferdinand Thal (Wegweiser durch die Sächsische Schweiz), Alfred Meiche (Historisch-Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna) usw. sind immer wieder einen Blick wert.

Christian Helfricht
(Anm.: Sie erreichen den Artikel ab sofort auch als neue Seite in der Kopfzeile)

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  1. 13. August 2011 um 1:23 pm

    Danke für die Blumen!

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