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Osterzgebirge Teil 2: Kahleberg, Georgenfelder Hochmoor und BIWAK-Kuppe

Bahnhof Altenberg – Schellerhauer Weg – Viehdriftweg – Weg am Großen Galgenteich – Schneise 31 – Aufstieg zum Kahleberg – Kahleberg – WM gelber Strich – Querweg zur Schneise 30 – Schneise 30 – Kohlweg – Schneise 28 (Wanderweg der Deutschen Einheit/Variante WM roter Strich) – Georgenfelder Hochmoor – Großer Lugstein – WM roter Strich durch Georgenfeld – Langegassenweg – K-Flügel – Mauswieselweg – Abstecher BIWAK-Kuppe – Mauswieselweg – Sonnenhofweg – Raupennestweg – Bahnhof Altenberg

Karte: Kompass Bl. 808: Osterzgebirge. Seiffen, Altenberg, Bad Gottleuba. Maßstab 1 : 50.000 (fehlerbehaftet, bsw. am Großen Lugstein)
Anfahrt: Müglitztalbahn aus Heidenau od. Buslinie 360 aus Dresden
Länge/Höhenmeter: 15km/338Hm

Unsere heutige Wanderung im Osterzgebirge startet in Altenberg am Bahnhof. Die Wetterverhältnisse sind heute sehr unsicher, starker Wind, Regenschauer und der ein oder andere kleine Sonnenstrahl sind angekündigt. Und tatsächlich war alles dabei …

Wir starten bei richtig guten Verhältnissen und wollen zunächst zum Großen Galgenteich, der auch recht schnell erreicht ist. Dieser künstlich angelegte Teich mit einer kleinen Insel in der Mitte wird zur Hälfte umrundet, bis es ein kleines Stück in den Wald geht und man auf einem großen Forstweg (Schneise 31) landet. Auf dem Weg kommt man immer wieder an kleinen Entwässerungskanälchen vorbei, wild wachsen die Disteln an den Rändern und ein paar Enten tummeln sich in kleinen Tümpeln. Wir kreuzen die Straße zwischen Altenberg und Rehefeld-Zaunhau und der Aufstieg zum Kahleberg, der höchsten Erhebung in diesem Gebiet mit 905m, beginnt. Zunächst muss man noch ein kurzes Stück Straße bewältigen, bis man rechts auf einen kleinen Weg abzweigt, der zwischen Sträuchern und auf steinigem Untergrund zum Gipfel führt. Und schon stehen wir auf dem Gipfel, gibt es den ersten Regenschauer. Noch kurz bleibt Zeit um den Ausblick zu genießen, doch sogleich hat sich alles eingetrübt. Nach 15 Minuten ist aber alles wieder vorbei und der Weitblick reicht in die Ferne, bis nach Dresden, bis ins Elbsandsteingebirge.

Der Große Galgenteich mit der schönen Insel mittendrin

Disteln überall

Aufstieg zum Kahleberg

Kurzer Regenschauer auf dem Kahleberg

Aussicht vom Kahleberg auf Altenberg und den erst vor wenigen Wochen besuchten Geisingberg

Auf einem kleinen Weg (gelb markiert) geht es nun weiter, bis wir links abzweigen und gleich wieder rechts in die nächste Schneise (Nr. 30) einbiegen. Zuvor gab es aber noch ein paar leckere Walderdbeeren, die immer wieder den Wegrand säumen. Die etwas nachteilige Seite der heutigen Tour ist die, das man einige Kilometer auch auf asphaltiertem Untergrund unterwegs ist und einige Wege mehrere Kilometer nur geradeaus führen, was nicht unbedingt so erbaulich ist. Deswegen zweigen wir dann in einen alten Weg ein (Kohlweg), um unser nächstes Ziel, den Großen Lugstein, mit einigen Umwegen zu erreichen. Der Kohlweg ist eigentlich schon richtig zugewachsen, oft steht das Gras hüfthoch. Vom Weg hat man aber auch einen Ausblick auf das nahe gelegene Biathlon-Stadion. Da der Kohlweg eine Querverbindung zwischen zwei Waldschneisen ist, landen wir nun also auf Schneise 28, die uns auch gleich den nächsten heftigen Regenschauer mitbringt. Glücklicherweise gibt es am Ausgang der Georgenfelder Hochmoors eine kleine Hütte, wo man ganz gemütlich dem Regen trotzen und auch Rast machen kann.

Auf dem Kohlweg

Und das ganze Gegenteil vom Kohlweg: Schneise 28

Aber so richtig will der Regen nicht aufhören. Irgendwann ziehen wir weiter und besuchen nun das Georgenfelder Hochmoor. Und plötzlich zieht es auch wieder auf, gerade in dem Moment, als wir die ersten Meter ins Naturschutzgebiet hinein gelaufen sind. Das Georgenfelder Hochmoor habe ich schon zu Kindeszeiten einmal besucht und fand es schon damals recht spannend. Die Runde durchs Moor dauert etwa eine halbe Stunde und ist wirklich unbedingt zu empfehlen, wenn man in diesem Gebiet ist (Eintritt 1.80/1.30€).

Georgenfelder Hochmoor

Unweit vom Moor befindet sich auch der Große Lugstein. Hier ist es wichtig den Weg dahin auch zu finden. Die Kompass-Karte ist an dieser Stelle vollkommen falsch. Einfach zu finden sind die Lugsteinbaude und der Funkturm am Großen Lugstein, aber der Weg zum Felsmassiv muss wirklich erst kurz gesucht werden. Er zweigt gleich am Anfang der Straße, die zur Baude hoch führt, links ab. Die Aussicht von da ist wirklich einen Abstecher wert. Besonders aber die Aussicht vom Kleinen Lugstein sollte man nicht verpassen. Zu erreichen ist diese auf dem Weg nach Georgenfeld. Vom Ort aus hat man im Übrigen auch einen genialen Blick in alle Richtungen. An der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes gibt es eine Aussicht, die den Blick ins Böhmische Mittelgebirge zulässt (hier besonders der Milleschauer), ins Elbsandsteingebirge (besonders der Hohe Schneeberg) und ins Zittauer Gebirge (besonders die Lausche).

Felsmassiv am Großen Lugstein; im Hintergrund der Funkturm

Blick ins Böhmische Mittelgebirge, rechts der markante Milleschauer

Ev-Luth. Kirche in Zinnwald

Durch Georgenfeld folgen wir der Wandermarkierung roter Strich und wollen nun zur BIWAK-Kuppe. Über den Langenasenweg geht es zum K-Flügel und von da auf den Mauswieselweg. Ein bisschen Orientierungsvermögen ist hier schon angebracht, der letzte Weg zur BIWAK-Kuppe ist aber nicht mehr zu übersehen. Wir tragen uns ins Gipfelbuch ein und wollen uns nun auf den Rückweg nach Altenberg machen. Promt setzt natürlich der Regen ein und begleitet uns, bis wir im Ort angekommen sind.

Weg zur BIWAK-Kuppe

“Gipfel” der BIWAK-Kuppe

Kartenausschnitt einer Schautafel in Altenberg

Christian Helfricht

Links:
Georgenfelder Hochmoor
Zinnwald-Georgenfeld

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