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Auf und ab im Osterzgebirge – Zur Tellkoppe und auf den Geisingberg

Kurort Kipsdorf Bf. – WM grüner Punkt – Tellkoppe – Ameisenweg (grüner Punkt) – Oberbärenburg – WM gelber Punkt – Weg Ri. Waldidylle – Baudenweg (ab hier bis Geisingberg WM grüner Strich) – Rotherdsteig – Hirschsprung – Klengelweg – Geisingberg – WM grüner Punkt – Altenberg Bf.

Karte: Kompass Bl. 808: Osterzgebirge. Seiffen, Altenberg, Bad Gottleuba. Maßstab 1 : 50.000
Anfahrt: Buslinie 360 aus Dresden
Länge/Höhenmeter: 13,6km/662Hm

Unsere letzte Wanderung führte uns diesmal in den östlichsten Teil des Erzgebirges. In Kipsdorf startend sollte es hoch zur Tellkoppe gehen, über Oberbärenburg hinab nach Hirschsprung und über den Geising nach Altenberg. Diese Wanderung hat uns, gleich mal zum Anfang gesagt, ganz gut gefallen. Es ging oft schöne Wald- und Wiesenwege entlang, die Steigungen waren nicht zu unterschätzen und die Aussichten großartig. Allerdings gab es auch einige Wegabschnitte an Straßen entlang und der Geisingberg war an diesem Samstag wirklich überfüllt. Die meisten Leute besuchen diesen wunderschönen Basaltberg einfach aus Altenberg kommend, essen oben etwas, genießen den Ausblick vom Turm und steigen wieder ab.

Das ist für uns natürlich nichts. Unsere Wanderung startet also am ehemaligem Bahnhof in Kurort Kipsdorf, den wir mit der Buslinie 360 erreicht haben. Der Bahnhof ist noch recht gut in Schuss; sehr schade, dass die Weißeritztalbahn ihn nicht mehr anfahren kann (ich erinnere nur an das Hochwasser 2002 …). Wir folgen zunächst der Wandermarkierung grüner Punkt aus dem Ort hinaus in Richtung Tellkoppe. Die Anfangsmeter sind richtig steil, aber wenn man dann in den Wald kommt, wird es angenehmer. In einigen Kehren geht es ständig ansteigend zunächst auf breiten Waldwegen bergan, um dann unvermittelt auf einen Pfad zu treffen, der bis zur Tellkoppe auch nicht mehr viel größer wird. Hier geht es an Ameisenhaufen vorbei hinauf und das letzte Steilstück vor dem Gipfel fordert dann nochmal einiges ab. Dafür belohnt der wunderschöne Weitblick von der 756 Meter hohen Tellkoppe. An guten Tagen könnte man gar den Fichtelberg sehen.

Kurort Kipsdorf

Aufstieg zur Tellkoppe

Letztes, steiles Stück zum Aussichtspunkt

Aussichtspunkt auf der Tellkoppe

Für uns führt der Weg nun weiter durch den Wald in Richtung Oberbärenburg. Bis zum Ort bleiben wir auch auf dem grünen Punkt. Auf angenehmen Wegen geht es durch relativ lichten Wald, mal bietet sich eine gute Sicht in Richtung Dresden, immer wieder verlocken Sitzgelegenheiten zum Verweilen. Der Weg von der Tellkoppe bis nach Oberbärenburg verläuft dabei in etwa auf gleicher Höhenlinie mit leicht abfallender Tendenz. In Oberbärenburg angekommen, sollte man unbedingt einen Abstecher auf den Aussichtsturm im Ort machen. Er liegt eigentlich direkt am Weg und kann nicht verfehlt werden. Durch den Ort geht es nun vorbei an einigen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Durch die Nähe zur Bobbahn ist dieser Ort offensichtlich eine gern genutzte Übernachtungsmöglichkeit. An der Touristeninformation biegen wir links auf die mit dem gelben Punkt markierte Straße und es geht hinab und aus dem Ort heraus.

Aussichtsturm in Oberbärenburg

Wir sind nun auf dem Querweg und wandern bis zum Ortsteil Waldidylle. Wir überqueren die Straße und wollen nun über den Rotherdsteig in Richtung Hirschsprung (grüner Strich). Erst sind wir wieder auf einem breiten Waldweg, doch nach einem Kilometer beginnt der eigentliche Steig. Es geht zunächst durch Waldgebiet, dann durch eine Waldschneise steil hinab nach Hirschsprung. Durch die brütende Sonne an diesem Tag ist selbst das anstrengend. Unten in Hirschsprung angekommen, ist man doch ein wenig deprimiert. Da wanderst du von der Tellkoppe kommend immer schön bergab, mal mehr mal weniger, nur um nun wieder ganz hoch zu müssen. Jetzt geht es, nach einem kurzen, eigens für Fußgänger errichteten Extraweg, an der Alten Dresdner Straße entlang, vorbei am Klengelpark, in Richtung Altenberg. Nach diesem etwa 1,5 Kilometer langen Teilstück zweigt endlich links der Klengelweg ab. Man hat sich nun wieder auf etwa 700 Meter hochgekämpft und nun geht es wieder bergab in Richtung NSG Geisingwiesen. Von hier hat man nun ein schönes Stück Aufstieg vor sich.

Rotherdsteig hinab nach Hirschsprung

Geising vom Klengelweg

Der Geisingberg ist von vielen Wiesen umgeben. Von jeder Richtung, die man zum Gipfel einschlagen möchte, muss man die charakteristischen Wiesenwege bzw. Fahrwege durch Wiesenlandschaft nutzen. Da wir nun aus nord-westlicher Richtung kommen, geht es stetig auf den genannten Wiesenwegen bergauf. Bis wir an den Anfang des letzten Aufstiegs kommen, haben wir auch die Strecke der Müglitztalbahn überquert und sehen die basalttypische Felsbrockenlandschaft am Hang des Geising. Der letzte Aufstieg erfolgt dann relativ schnell und auf dem Gipfel (824 Meter) ist man dann erstmal von den Menschenmassen erschlagen. Der typische Geruch von schnell zubereiteten, schwer-deftigen Mahlzeiten liegt einem in der Nase und man möchte lieber schnell wieder verschwinden. Aber den Ausblick vom Turm sollte man sich nicht nehmen lassen. Der Eintritt kostet einen Euro und die Wendeltreppe im Turm ist elende eng. Oben passen auch nicht viele Leute drauf und so sollte man den richtigen Moment abwarten. Der Ausblick ist aber lohnend, in alle Richtungen bietet sich ein exzellenter Blick. Wie so oft erkennen wir beispielsweise den Hohen Schneeberg und den Rosenberg in der Böhmischen Schweiz, den Fernsehturm in Dresden, aber natürlich auch die nahe liegenden Berge Kahleberg, Kohlhaukuppe und Großer Lugstein.

Einer der Wiesenwege (Blick zurück Richtung NSG Geisingwiesen)

Geisingbergturm

Turm von unten

Blick vom Turm auf Altenberg

Und noch ein letzter Blick auf den Geisingberg aus Richtung Altenberg

Vom Geisingberg steigen wir nun wieder hinab und nutzen den direkten Weg in Richtung Altenberg, um von dort aus mit der Müglitztalbahn (bzw. dem SEV) nach Heidenau zu gelangen.

Christian Helfricht

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