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Eisige Wege in der Sächsischen Schweiz

Hohnstein Eiche – Schanzberg/Napoleonschanze – Weg grüne WM – Brandstraße – Forstgraben – Tiefer Grunde – Eulengrund – Holländerweg – Waitzdorfer Höhe – Waitzdorf Parkplatz – Waitzdorfer Aussicht – Aussicht Ochelspitze – Schandauer Berg – Ochelweg – Oberer Hippengrundweg – Rotkäppchenweg – Waldtorweg – Nasenhöhle – Kohlichtgraben – Haltepunkt Goßdorf-Kohlmühle

Unsere heutige Wanderung beginnt an der Haltestelle Hohnstein-Eiche. Wir haben uns für diesen Samstag eine Wanderung ausgesucht, die nicht allzu schwer sein sollte, da es an manchen Stellen in der Sächsischen Schweiz doch noch glatt ist bzw. einiges an Schnee liegt und unsere letzte Tour auch schon eine Weile zurückliegt. Und so führt unsere Wanderung zunächst am Bad in Hohnstein vorbei hinauf zum Schanzberg. Eng eingezäunt geht es einen kleinen Weg hinauf, sodass man schon ordentlich auf Temperatur kommt. Oben auf dem Schanzberg angelangt, umweht uns ein frisches Lüftchen, das bei den Temperaturen unter null Grad schon recht eisig wirkt.

Weg zum Schanzberg

Oben angelangt

Blick vom Schanzberg auf Hohnstein

Im 90-Grad-Winkel folgen wir der Wandermarkierung „grüner Strich“ immer an der Waldgrenze und der Granit-Sandstein-Linie entlang. An einer Kreuzung, bei der alle Wege nun in den Wald führen, geht es vorbei am Ringflügelweg und am Lupinenweg ein kurzes Stück auf die Brandstraße, bis nach 100 Metern der Forstgraben links abzweigt. Dieser wunderschöne Verbindungsweg zwischen Tiefem Grund und Brandstraße schlängelt sich zunächst etwas steiler hinab, bis er als angenehmer Waldweg unten auf der Straße ankommt. Immer wieder sehen wir Felsinschriften, wunderschöne Eisformationen, den ein oder anderen Gedenkstein oder hören einen Kolkraben. An einigen Stellen ist allerdings Vorsicht geboten, denn besonders im unteren Bereich ist der Weg teils vereist. Das ist allerdings noch nichts im Vergleich zu den dem, was uns später, am Ende der Wanderung, erwarten wird …

Abstieg durch den Forstgraben

Forstgraben endet im Tiefen Grund

Im Tiefen Grund angekommen, geht es auf der anderen Seite den Eulengrund hinauf. Dieser Weg beginnt leicht ansteigend, wird dann im Mittelstück sehr steil und endet wieder flacher werdend auf dem Holländerweg. Auch hier haben sich wunderschöne Eisgebilde über Weg und Hang ergossen und wir spüren eine Ruhe, wie sie selten ist. Unser nächstes Ziel, die Waitzdorfer Höhe, ist nun nicht mehr weit. Am Waldrand vorbei und dann ein letztes Stück übers Feld und schon ist man da. Ein Fuchs, der sich auf dem Feld vergnügt, flieht schleunigst in den sicheren Wald. Leider ist der Blick nicht gut, der Dunst hängt im Elbsandsteingebirge, nur der Lilienstein ist zu erkennen. Auch hier oben weht uns der Wind um die Ohren, sodass wir schnell die Energiespeicher auffüllen und uns auf den Weg hinab Richtung Ochelwände machen. Vorbei an den berühmten Galloway-Rindern geht es bis zum Parkplatz in Waitzdorf. Hier beginnt nun der zweite Teil unserer Wanderung. Wir wollen einige von den schönen Aussichten besuchen, die es im Gebiet der oberen Ochel zu bestaunen gibt. So scheint es auch anderen zu gehen, denn der Parkplatz ist voll. Zunächst eine schöne Aussicht bei der Waitzdorfer Zinne, dann eine nächste oberhalb des Michaelistagsteins. Hier bietet sich ein perfekter Blick auf den Brand, viel mehr ist heute leider nicht zu sehen. Wir folgen dem direktesten Weg in Richtung Schandauer Berg, kommen dabei am Abzweig Maucktelle vorbei, machen einen kurzen Abstecher zu den Aussichten oberhalb der Ochelspitze und des Berg-Frei-Turms, und steigen dann den Schandauer Berg hinab zum Ochelweg.

Hier beginnt der Eulengrund

Eisformation im Eulengrund

Rast auf der Waitzdorfer Höhe

Kalt wars da … und sonnig

Die Galloway-Rinder

Blick auf Brand, im Hintergrund zu erkennen der Gamrig

Abzweig in die Maucktelle (Kletterzugang)

Mäßiger Aussichtspunkt oberhalb Ochelspitze

Hier geht es hinab in den Backofen

Nun überlegen wir, wie es weiter gehen soll. Es bieten sich für uns zwei Möglichkeiten, wir entscheiden uns für den etwas längeren Weg. Dazu zweigen wir vom Ochelweg auf den Oberen Hippengrundweg ab, wo ein scheues Reh reißaus nimmt. An der nächsten Wegekreuzung steht man erst einmal etwas fragend da und sieht den Rotkäppchenweg zunächst nicht gleich. Wenn man aber die Böhm-Karte dabei hat, sollte das alles kein Problem sein. Der Rotkäppchenweg ist im Anfangsbereich etwas zugewachsen, teils auch zugepflanzt worden. Der Weg führt relativ steil hinauf, es zeigen sich alte Mauerreste, die zum Teil erst vor kurzer Zeit eingefallen sein müssen. Oben auf dem breiten Waldtorweg angelangt, geht es in Richtung Nasenstein und Nasenhöhle. Zunächst ist der Abstieg durch die „Nasenhöhle“ sehr angenehm, wechselt aber schlagartig zu schwersten Wegverhältnissen, weil alles komplett vereist ist. So schlecht der Weg ist, so toll sind die Möglichkeiten bizarrste Eisformationen zu bestaunen. Wir wählen dann im Übrigen nicht den direkten Wegverlauf durch die Nasenhöhle, sondern zweigen auf halber Höhe rechts ab, wo sich ein kleiner Pfad auftut, der hinab zum Kohlichtgraben führt.

So sieht der Rotkäppchenweg im Anfangsteil aus

Mittelstück des Rotkäppchenwegs: Rechts sind einige Teile weggebrochen

Weg durch die Nasenhöhle

Ach, der Kohlichtgraben. Das war dann doch das Highlight der Wanderung, denn fast der gesamte Wegverlauf bis zur Straße war vereist. An den Hängen wunderschönste Eisspitzen, auf dem Weg eine Eisbahn nach der anderen. Die Stege, die den Kohlichtbach überwinden – ebenfalls vereist. Der Kohlichtbach muss sich hier, nachdem es das erste Mal taute, über die Wege ergossen haben, um beim nächsten Frost als spiegelglatte Rutschbahn zu erscheinen. Das war schon spannend an manchen Stellen und mein schon geschundenes Knie erfreute sich des wunderbaren Untergrundes … Unsere Wanderung endet dann am Haltepunkt Goßdorf-Kohlmühle, wo uns die Städtebahn nach Bad Schandau mitnimmt.

Zunächst zeigt sich der Kohlichtgraben von seiner beschaulichen Seite …

… das sieht hier schon ganz anders aus …

Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle

Christian Helfricht

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