Startseite > Daily Mail > Auf dem Brüderweg von Tharandt nach Freital

Auf dem Brüderweg von Tharandt nach Freital

Nach den Hochwassermeldungen, die in den vergangenen Tagen verbreitet wurden, mussten wir unsere Wanderung in die Sächsische Schweiz leider absagen. Eigentlich hatten wir eine Tour im Kleinen Zschand geplant, auf den Großen Winterberg und dann hinunter nach Schmilka; aber in Schmilka fuhr die Fähre nicht, das Gleiche verständlicherweise in Bad Schandau, Krippen und Schöna. Von Heidenau bis Schöna fährt im Übrigen momentan (Stand: Montag früh) keine einzige Fähre mehr. Auch bei der Kirnitzsch konnte man nicht ganz sicher sein, wie sich die Lage entwickelte und in Bad Schandau gabe es – leider schon wieder – die größten Befürchtungen wegen der steigenden Elbe, die sich der Warnstufe 4 näherte. Alles ein wenig unsicher also. Deswegen wurde kurzfristig umgeplant und der Weg ging in die andere Richtung, also nach Tharandt.

Auch hier verlief aber nicht alles so wie geplant. Unsere Tour sollte von Tharandt über den Brüderweg nach Freital führen, von da durch den Opitzer Grund hoch zur Opitzhöhe und über die Alte Hohe Straße nach Tharandt zurück. Da der Weg im Opitzer Grund, bzw. zunächst die Straße, so vereist war, dass an ein angenehmes Wandern nicht zu denken war, mussten wir die Wanderung in Freital abbrechen und konnten noch ein wenig die Stadt besichtigen. Auch das verlief nicht ohne Probleme, da der in der Karte eingezeichnete Wanderweg oberhalb des Stahlwerks in Freital leider nicht aufzufinden war (Wir vermuten, dass wegen eines neuen Eingangs zum Werk der Zugang zum Wanderweg nun auf dem Werksgelände liegt).

Von den Problemen einmal abgesehen war die Wanderung aber wirklich großartig. Das liegt vor allem daran, dass der Brüderweg einfach beeindruckend ist und einige Passagen besitzt, die mit Bergpfaden in der Sächsischen Schweiz mithalten können. Der Brüderweg beginnt vom Bahnhof Tharandt aus etwa 150m in Richtung Stadt und steigt gemächlich an. Am Ausgangspunkt des Weges weist uns ein Hinweisschild darauf hin, dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt und keine Sicherung des Weges vorgenommen wird. Angeblich, so konnte man 2007 in der Sächsischen Zeitung (Ausgabe Freital) lesen, ist der Zugang von Freital aus gesperrt (darauf soll ein Schild hinweisen). Obgleich uns ein anderer Wanderer dies bestätigte, haben wir das Hinweisschild nicht gesehen.

Der Weg ist also für alle begehbar, zumindest wenn man keine Probleme damit hat, wenn es auf der einen Seite des Weges die ganze Zeit lang relativ steil den Hang hinab geht. An einem kurzen Teilstück ist auch ein Seil am Fels entlang gespannt, weil der Weg hier sehr abschüssig ist und man schnell abrutschen könnte. Zudem muss an einer Stelle ein kleines Bächlein überquert werden, was im Normalfall kein Problem darstellt; bei unserer Wanderung war der Bach aber gehörig angeschwollen und musste geschickt über rutschige Steine übersprungen werden. An manchen Stellen waren auch noch kleine Vereisungen unter dem Laub und so musste man sich doch schon etwas konzentrieren. Ansonsten verläuft der Weg meist auf der gleichen Höhenlinie, mal geht es etwas bergauf und dann wieder bergab, dann überquert man mal wieder eine Brücke oder kann zu einer kleinen Aussicht hinab oder hinauf steigen. Alles sehr angenehm und nach etwas mehr als einer Stunde ist dann auch schon wieder alles vorbei.

Am Ende des Brüderwegs folgen wir dem Wegverlauf in linker Richtung, bis wir an einer großen Kreuzung ankommen, an der der mit einem grünen Strich markierte Förster-Claus-Weg beginnt. Dieser führt uns vorbei an zwei schönen Aussichtspunkten (hier „erwischen“ wir gerade die Weißeritztalbahn, die sich durch Freital schlängelt) bis zum Opitzer Grund. Hier geht der Weg eigentlich weiter, doch aus anfangs erwähnten Gründen geht es für uns hinab nach Freital und unsere Wanderung an den Weißeritztalhängen findet ein frühes Ende. Für eine kurze, wenig anstrengende Wanderung von vielleicht zwei Stunden kann man die Strecke aber auf jeden Fall empfehlen.

Christian Helfricht

Hier gehts nun also los – wir befinden uns im NSG Weißeritztalhänge

Hier beginnt das kurze Teilstück, das mit einem Seil umspannt ist. Kurz vorher weist noch einmal ein Stoppschild gesondert auf diesen Abschnitt hin.

Auf nassem Umtergrund stehe ich hier an der Wegkreuzung, wo der Förster-Claus-Weg beginnt.

Blick auf Freital und den Windberg

Wunderschöne Aussicht auf Freital, von wo wir auch gleich die Weißeritztalbahn beobachten können.

Unten in Freital angekommen, ging es noch ein kurzes Stück durch die Stadt und dann ab Bf. Freital-Hainsberg zurück nach Dresden.

Advertisements
  1. Nosal,Jens
    23. November 2011 um 7:57 pm

    Hallo
    Es freut mich zu sehen das alte Wanderwege wieder entdeckt werden,leider ist der Brüderweg in einem sehr schlechten Zustand.Ich bin selber Hainsberger und möchte ihn nächstes Jahr begehen und meinen Freunden diese schöne Gegeng zeigen.
    Ein Tip von mir-Start Hainsberger Kirche durch den Schulbusch nach Obernaundorf-Jägerhaus-danach links in den Poisenwald zum steinernen Tisch, weiter links auf dem Flügelweg Richtung Schweinsdorfer Alpen,mit einem Schönen Blick auf den Windberg,danach links entlang des Qellenberges zum Denkmal nach Hainsberg oberhalb der Kirche.Wanderung ca.3h.

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: