Startseite > Daily Mail, Gesellschaft, Umwelt, Wandern > Von Thürmsdorf auf den Kleinen Bärenstein

Von Thürmsdorf auf den Kleinen Bärenstein

Königstein Bf – Elberadweg – Thürmsdorf – Aufstieg zur Oberen Kirchleite – Biedermannsches Mausoleum – Feldweg (nord-westl. Ri.) – Götzingerhöhle – Kleiner Bärenstein – Naundorf (WM roter Punkt) – Wehlen (WM roter Strich)

Die erste, richtige Winterwanderung in dieser Saison sollte auf relativ entspannten Wegen auf den Kleinen Bärenstein führen. Als Ausgangspunkt haben wir den Bahnhof in Königstein gewählt und sind von dort aus, vorbei am Reißigerplatz, auf dem Elberadweg Richtung Thürmsdorf gelaufen. Den ersten Teil kann man, wenn man möchte, aber getrost weglassen und die Wanderung in Thürmsdorf starten. Wer allerdings mal ein paar schöne Kormorane sehen möchte, und vor allem deren Kunststücke beim Tauchen, der sollte die halbe Stunde zusätzlich einplanen. Manchmal fragt man sich, warum diese wertvollen Tiere in Sachsen weiterhin dem Abschuss freigegeben sind (der Grund sind die Fischbestände, sagt das sächsische Umweltministerium und hat eine Verlängerung der Abschussmöglichkeit vorgeschlagen, die nun vom Kabinett beschlossen wurde).

In Thürmsdorf angelangt gehen wir ein kleines Stück auf der Hauptstraße in den Ort hinein und nutzen die nächste Abzweigmöglichkeit rechts zum Aufstieg zur Oberen Kirchleite. Stufen führen steil in einigen Kehren hinauf, bis man ein Feld und einen Jägerstand erreicht. Hier geht es noch ein Stück weiter hinauf, bis man das Biedermannsche Mausoleum im Blick hat. Der Aufstieg aus dem Ort heraus wäre im Übrigen fast übersehen worden, denn die Stufen sind unter dem Schnee nur schlecht zu erkennen. Im Winter kann es an dieser Stelle auch mal sehr rutschig sein, weswegen man dieses zugegeben sehr schöne Teilstück auch über den markierten Wanderweg (WM gelber Strich/Malerweg) umgehen kann.

Vom Mausoleum wenden wir uns in nordwestliche Richtung und wandern durch ein kurzes Waldstück. Der Weg führt an einem Feld vorbei weiter; linkerhand der Ort Thürmsdorf, den Blick gerade aus gerichtet, ist der Kleine Bärenstein in voller Pracht zu erkennen. Wir kommen an eine Kastanienallee, wo mehrere Buntspechte zu beobachten sind und gelangen wieder in den Wald, bis auf die Straße zwischen Weißig und Thürmsdorf. Von hier aus folgen wir der Wandermarkierung roter Punkt und steigen hinauf zur Götzingerhöhle. Hier ist es eigentlich ganz gemütlich, windgeschützt und ruhig, aber wir wandern sofort weiter. Allerdings verlassen wir die Markierung und steigen mit dem Uhrzeigersinn auf den Kleinen Bärenstein. Dazu geht es links am Felsmassiv vorbei und danach rechts auf den Rücken des Kleinen Bärensteins. Hier ist eine erste, schöne Aussicht mit Bank zu bewundern. Hätte man den markierten Aufstieg gewählt, wäre man an dieser Stelle nicht vorbei gekommen. Dem Weg weiter folgend, treffen wir nun wieder die rote Markierung und gelangen über kurze Stufenreihen hinauf zur Hauptaussicht auf dem Kleinen Bärenstein.

Trotzdem der Wolkenhimmel zugezogen ist, reicht der Blick recht weit. Am Horizont sehen wir sogar den Hohen Schneeberg, besonders gut zu erkennen durch seine langgestreckte, flache Form und den markanten Turm. Nach ausgiebiger Rast geht es wieder die glatten Stufen hinab und weiter Richtung Naundorf. Von hier kann man auch nochmal schon zurück blicken, sieht dabei die beiden Bärensteine und den kleinen Kahlen Stein. Der Große Bärenstein, der eigentlich etwas kleiner ist, wenn man allein die Höhendaten nimmt, trägt seinen Namen wegen der gewaltigeren Felsmasse. Er wird heute nicht besucht, denn unsere kurze Winterwanderung soll nun mit dem Abstieg nach Wehlen auch schon wieder zu Ende gehen. An sich ist der Große Bärenstein aber vielleicht sogar noch etwas interessanter als der kleine. Es gibt keinen wirklichen Weg auf den Stein, allerdings einige, kleine Pfade und einen schönen Aussichtspunkt an der Südseite, der auch zur Rast ideal ist. Noch interessanter aber vielleicht ist der Riegelhof an der Nordseite mit seiner Stiege, die zwar mit wenigen künstlichen Bauten auskommt, aber doch für Geübte gut zu erschließen ist und einen Alternativpfad auf den Großen Bärenstein ermöglicht.

Früher Start in Königstein

Kurzer, steiler Anstieg hinaus aus Thürmsdorf

Biedermannsches Mausoleum

Buntspecht

Götzingerhöhle

Untere Aussicht vom Kleinen Bärenstein

Blick vorbei am Königstein zum Hohen Schneeberg

Der eigentlich kleinere Nachbar: der Große Bärenstein

Wehlen

Christian Helfricht

Advertisements
  1. 14. Dezember 2010 um 3:16 am

    Hi Christian,
    schön, dass du die Riegelhofstiege hier erwähnst. Die ist für mich immer wieder ein besonderes Erlebnis. Knackig, steil, und wenn man oben ist, dann ist man irgendwie richtig stolz. Im Winter aber eher nicht zu empfehlen, da würde ich denn doch den Aufstieg üer den Pfad an der Ostseite des Großen Bärenstein wählen.
    Beste Grüße
    Arndt Noack

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: