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Alter Wildenstein, Hohe Liebe und Falkenstein

Kirnitzschtal Beuthenfall – Dietrichsgrund – Kletterzugang z. Alten Wildenstein – Alter Wildenstein – Räumichtweg – Dietrichsgrund – Flößersteig – Nasser Grund – Butterweg – Hohe Liebe – Oberer Liebenweg – Liebentor – Wenzelsweg – Falkengründel – Falkenstein – Schießgrund – Zahnsgrund – Zschiehädel – Ostrau – Wolfsgraben – Postelwitz – Elberadweg – Bad Schandau

Unsere heutige Wanderung führt uns wieder mal ins Kirnitzschtal, allerdings nur als Ausgangspunkt und dann ein kurzes Stück entlang des Flößersteigs. Unsere eigentlichen Ziele sind heute der Alte Wildenstein, dieser zu Unrecht im Schatten seines großen Bruders stehende und nicht oft besuchte Berg, die Hohe Liebe, das Falkengründel, das uns zum Falkenstein führt, der Schießgrund und schließlich das Zschiehädel, das uns nach Ostrau bringt.

Wir starten unsere Wanderung am Beuthenfall und wandern ein kleines Stück in den Dietrichsgrund hinein, bis links der Räumichtweg abzweigt. Wir nutzen allerdings den Kletterzugang, der steil den Berg hinauf in Richtung Alter Wildenstein führt. Die gleiche Idee haben an diesem Tag noch zwei andere Wanderfreunde und so steigen wir gemeinsam bergan, immer mal wieder innehaltend und schauend, wo der Weg weiter verläuft. Ist man auf dem Plateau angekommen, führt ein nun größer werdender Weg vorbei am Kletterfels „Heidematz“ zum Alten Wildenstein. Hier folgt man links abzweigend der Klettermarkierung und steigt von der nördlichen Seite hinauf. Die Aussicht ist an diesem Tag allerdings sehr trüb, nur in Ansätzen sind Bloßstock und Brosinnadel zu erkennen. Auf dem Alten Wildenstein gibt es zwei gute Aussichtspunkte, die beide relativ einfach erreichbar sind.

Wir steigen vorbei an einer Boofe hinab, kommen zurück auf unseren Weg und umrunden den Alten Wildenstein entgegen des Uhrzeigersinns. Über den Räumichtweg kommen wir wieder zum Dietrichsgrund, wo wir nun hinab zum Flößersteig gelangen. Eigentlich ist der Teil zwischen Beuthenfall und Nassem Grund noch gesperrt, allerdings kann man den Weg schon wieder gut begehen. Man sieht aber auch, welche Schäden die Augustunwetter angerichtet haben und welche Arbeit zur Instandsetzung hier schon verrichtet wurde. Im Nassen Grund angekommen wird die Wanderung nun anstrengender, denn wir wollen über den Butterweg hoch zur Hohen Liebe steigen. Hier haben wir nicht mit besonders steilen Passagen oder Ähnlichem zu kämpfen, viel mehr ist es die ständige Steigung, die den Weg länger und länger erscheinen lässt. Aber da merke ich auch, dass ich mich in gar nicht mal allzu schlechter Form befinde.

Auf der Hohen Liebe ist heute recht großer Andrang. Einige ältere Kletterfreunde gedenken den ums Leben gekommenen Bergsteigern, andere machen Rast und haben sogar den Kocher mit (eine gute Idee, wie wir finden, und nehmen uns vor, unseren auch mal wieder rauszuholen). Auch wir stärken uns, und steigen über den Oberen Liebenweg zum Liebentor hinab. Hier bietet sich ein schöner Blick auf den Falkenstein. Und hier wird einem erst auch wieder bewusst, wie groß dieser beliebte Kletterfelsen eigentlich ist. Zwischen Liebentor und Bausteinen, gleichzeitig mit Blick auf Teile der Teufelsmauer steigen wir weiter hinab zum Wenzelsweg. Diese massiv ausgebaute Fahrstraße soll uns allerdings nicht lange beschäftigen, denn nach einem kurzen Stück in westliche Richtung, zweigt links das als Kletterzugang markierte Falkengründel ab. Das Falkengründel ist an diesem Tag wirklich der Ruhepol dieser Wanderung, denn wenn man kurz anhält, die grün-feuchte Umgebung in sich aufnimmt und den Vögeln lauscht, dann fühlt man, was das Wandern in der Sächsischen Schweiz eben auch bedeutet: wohltuende Stärkung für Seele, Körper und Naturempfinden.

Wir steigen aus dem Gründel links hinaus und hinauf zum Fuß des Falkensteins, umrunden den Falkenstein einmal und freuen uns für die Kletterer, wie schön hier alles ausgebaut ist und werden nachdenklich, wenn wir überlegen, wie schwer es uns Wanderern in der Sächsischen Schweiz ein ums andere Mal gemacht wird. Im Folgenden geht es hinab in den Schießgrund. Eigentlich ein wunderschöner Grund, denn hier sind die chemischen Verwitterungsprozesse besonders gut sichtbar, doch irgendwie scheint hier jeder zweite Baum in letzter Zeit verschwunden zu sein …

Durch den Schießgrund erreichen wir den Zahnsgrund, überqueren die Straße und kommen ins Zschiehädel. Da wir hier das erste Mal sind, müssen wir zunächst schauen, wo eigentlich genau der Weg verläuft, erkennen dann aber auf der linken Seite den Aufstieg. Über eine kurze, künstliche Steiganlage gelangt man vorbei am Zschiehädelhof hinauf nach Ostrau. Im Ort selbst geht es dann vorbei an der Falkensteinklinik hinab durch den Wolfsgraben nach Postelwitz und auf dem Elberadweg nach Bad Schandau, unserem heutigen Ziel der Wanderung.

Für die Wanderung sind die Detailkarten von Böhm unbedingt notwendig (Bad Schandau, Schrammsteine/Affensteine).

Weg zum alten Wildenstein

Weg zur Ostaussicht auf dem alten Wildenstein

Am Flößersteig

Auf der Hohen Liebe

Blick zum Falkenstein vom Liebentor aus

Weg zwischen Liebentor und Teufelsmauer

Kletterzugang Falkengründel

Anstieg hinauf zum Fuß des Falkensteins

Vorm Falkenstein

Am Falkenstein

Wegekreuzung Falkenstein – Schießgrund

Im Schießgrund

Kleine Steigeinlage im Zschiehädel

Christian Helfricht

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