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Poblätzschwände

Bahnhof Schmilka Hirschmühle – Fähre – Schmilka – Grenzweg (WM gelber Strich) – links auf Winterbergstraße – Schustergrund – Poblätschwände (Kletterzugang) – Wurzelweg (WM grüner Punkt) – Reitsteig (WM blauer Strich) – Unterer Fremdenweg (WM roter Punkt) – WM roter Strich Ri. Bärenfangwände – Hintergründel (WM Bergpfad) – Der gehackte Weg (WM Bergpfad) – Roßsteig – Katzenstein – Fremdenweg – Müllerwiesenweg – Winterbergstraße (alle WM gelber Strich) – Bergsteig (WM grüner Strich) – Schmilka – Fähre – Bahnhof Schmilka-Hirschmühle

Die Wanderung vom letzten Wochenende war die erste nach den Unwetterschäden in der Sächsischen Schweiz. Dadurch waren verschiedene Wege gesperrt, was natürlich auch die Planungen beeinflusste. Eigentlich sollte die Wanderung über den Erlsgrund, die Richterschlüchte und möglichweise den Goldsteig führen, allerdings musste da einiges abgeändert werden. Dafür war besonders folgende Seite hilfreich: Karstens Heimatseite (von hier stammt bsw. die Idee, übers Hintergründel aufzusteigen) Auch war ein Teil des Wurzelwegs gesperrt, dazu aber später mehr.

Die Wanderung startet also in Schmilka, nachdem wir vom Bf. Schmilka-Hirschmühle mit der Fähre übergesetzt sind und einen wirklich schlecht gelaunten Fährmann erleben mussten. Alldieweil, das Wetter ist großartig, die Sonne scheint und die frühmorgendlichen Temperaturen sind auch noch in einem angenehmen Bereich. Bergauf starten wir auf dem Grenzweg, der teils wunderschöne Aussichten zum einen auf die Schrammsteine, zum anderen auf Hrensko und das Elbtal zulässt. Leicht ansteigend führt der Weg hoch, vorbei am gesperrten Erlsgrund, zur Winterbergstraße, die auf Asphalt- und Schotterstücken Schmilka mit dem Gasthof auf dem Großen Winterberg verbindet. Hier fragt man sich ein manches Mal, zu welcher Seite das Verhältnis zwischen beruhigter Kernzone und touristischer Erschließung eher tendiert. An jedwedem kleinen Weg steht ein Verbotsschild, doch mittendurch die große Fahrstraße für PKWs, SUVs und Lieferanten. Wahrscheinlich stehen die Tiere des Waldes am Straßenrand, schauen sich das Geschehen an und sagen sich: das ist also eine Straße, hier dürfen wir nicht weiter, daran halten wir uns ganz fein.

Wir zweigen am Schustergrund in die Poblätzschwände ab, sehen, dass sich auch hier das Wasser seinen Weg gesucht hat und erreichen über einen Kletterzugang zunächst eine erste Terasse. Hier frühstücken wir, ruhig und ohne Hast, denn zu dieser Zeit und an diesem Samstag ist hier noch kein Mensch, der auch die Idee hatte, sich hier mal umzuschauen. Im Anschluss steigen wir über einen Kletterzugang etwas steiler auf eine zweite Terasse hinauf von der sich ein Blick ins Elbtal bietet. Wir erkennen Dolni Zleb mit den drei Brüdern, den Hohen Schneeberg, die Zschirnsteine, Kaiserkrone und Zirkelstein. Wir überlegen nun, wie es weiter gehen soll, denn das nächste Ziel ist der Untere Fremdenweg am Kleinen Winterberg. Man hätte nun die Möglichkeit, von dieser Felsstufe aus direkt auf die sogenannte Weiberfähre zu gelangen, was der deutlich kürzeste Weg wäre, allerdings wird dieser Abschnitt durch das schwarze Kreuz auf weißem Hintergrund verwehrt. Vorhanden ist dieser Weg auf jeden Fall.

Wir entscheiden uns aber wieder umzukehren und den Weg unterhalb der Poblätzschwände (auch hier Schäden des Unwetters: Teile des Weges weggebrochen) zum Wurzelweg zu verfolgen, um hier auf den Reitsteig zu gelangen. Der Wurzelweg ist gesperrt – das erfuhren wir allerdings erst, als wir oben am Absperrband herauskamen. Von den Poblätzschwänden her war das nicht ersichtlich. Die Sperrung des Wurzelweges war auch nachvollziehbar, denn Teile des Weges waren stark unterspült und an einer Stelle war seitlich ein Stück Mauer weggebrochen. Auf dem Reitsteig angekommen wollen wir eigentlich einen kurzen Abstecher zum Pavillon auf dem Kleinen Winterberg machen (hier scheint die Diskussion ja auch noch am Laufen zu sein, welchen Zugang man nun gewährt), nehmen wegen der vielen Besucher aber davon Abstand, den Oberen Fremdenweg einzuschlagen. Wir überlegen zwar noch einmal, den Kletterzugang in der Nähe der Winterbergscheibe am Unteren Fremdenweg zu nutzen, aber auch da ist sehr viel los und wir wollen dem geneigten Tourist nicht unbedingt den Weg da hoch zeigen.

Also steigen wir vorbei an der Winterbergspitze ab und wählen am Felsfuß den Weg vorbei am Gleitmannshorn, Heringstein und Bärenhorn. Im Übrigen ist das Gleitmannsloch, ein Seitenarm vom Quenengrund, komplett ausgespült und mit Sand bedeckt. Ich weiß nicht, ob dies immer so ist, aber ich glaube doch eher, dass die schweren Regengüsse der letzten Wochen einen großen Anteil daran hatten. Vorbei an Schusters Loch steigen wir im Anschluss das als Bergpfad markierte Hintergründel hinauf. Zwischen Brombeer- und Heidelbeersträuchern erreicht man zunächst eine kleine, grüne Oase, die Mücken wahrscheinlich magisch anzuziehen scheint. Von hier steigt man einen steilen Pfad hinauf, vorbei an der Marienhöhle, und erreicht oben den gehackten Weg, der ebenfalls als Bergpfad markiert ist. Vorbei am kleinen Kuhstall führt Der gehackte Weg zu Försters Loch. Wir folgen dem Weg aber nur bis zum Kleinen Kuhstall, um dann auf den Roßsteig zu gelangen.

An der Wegkreuzung am Katzenstein gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. In die eine Richtung könnte man weiter dem Roßsteig folgen, die andere würde uns am Krinitzgrab vorbei in die Richterschlüchte führen. Verwehrt bleiben uns die Möglichkeiten Richtung Försters Loch und der Fremdenweg, der uns in Richtung Prebischtor bringen würde. Sodann nutzen wir den Fremdenweg in die andere Richtung, um über den Müllerwiesenweg auf der Winterbergstraße zu landen. In einigen, wenigen Serpentinen wandern wir hinab, bis zum Abzweig Bergsteig, auf dem wir wieder nach Schmilka gelangen.

Christian Helfricht

(Die Wegbezeichnung orientiert sich an den Detailkarten von Rolf Böhm, die für diese Wanderung unbedingt erforderlich sind. Es werden also zumindest die Karte „Schrammsteine-Affensteine“ und die Karte „Kleiner Zschand“ jeweils im Maßstab 1:10.000 benötigt.)

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