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Zum Fuchsteich und auf den Hohen Schneeberg

Haltestelle „Fußweg zum Schneeberg“ – Fuchsbachstraße – Fuchsteich (Wegverlauf s. Bild)- Kristin Hradek (Christianenburg) – Grüne WM Richtung Decinsky Sneznik (Aufstieg östl. Seite) – Hoher Schneeberg – Abstieg Richtung Schneeberg (rote WM) – Ort Schneeberg (blaue WM) – Blauer WM Ri. Grenze folgend – Abzweig (s. Bild) – Dürre Bielagrund – Haltestelle „Schweizermühle“ (Wanderzeitpunkt: Mitte Juni)

Den Hohen Schneeberg über die klassische Route (über Ostrov) hatten wir schon besucht, nun musste mal eine andere Tour geplant werden, die den Fuchsteich auf dem Hinweg mitnimmt und auf dem Rückweg im Dürre Bielagrund mündet. Zunächst fiel uns auf, dass das Kartenwerk in dieser Region zu wünschen übrig lässt. Die Böhmische Schweiz-Karte (R. Böhm) ist an manchen Stellen zu ungenau, beziehungsweise sind kleine Weg nicht verzeichnet. Andere Karten (u. A. Sachsen Kartographie) besitzen die gleichen Mängel. Letztlich war die Kompasskarte „Elbsandsteingebirge“ (1:30.000) die beste Wahl, aber auch hier waren Ungenauigkeiten auffällig. Zum Glück scheint bei Böhm eine neue Karte in nicht mehr allzu weiter Ferne zu liegen, teilte mir ein freundlicher Mitarbeiter einer Buchhandlung mit. Für den Teil Rosenthal/Bielatal ist natürlich die Detailkarte von Böhm zu bevorzugen.

Die Wanderung begann an der Haltestelle „Fußweg zum Schneeberg“, die als Ausgangspunkt eigentlich perfekt ist. Zunächst begleitete uns eine Rentnergruppe, die üblichen Kommentare folgten umgehend („na komm’se, gehen’s nur vorbei, sie sinn ja noch schneller, mir könne ja ni mehr so“). Bis zum Fuchsteich hatten wir aber unsere Ruhe. In dieser Region, d.h. rund um den Fuchsteich läuft man noch auf befestigten Wegen, was sich aber im Laufe dieser Wanderung noch ändern sollte. Denn beim Überqueren der Grenze geht es zunächst durch hohes Gras, vorbei an einigen Stellen, die Wildschweine vor nicht allzu langer Zeit besucht hatten und entlang eines Weges, der von einem Ameisenhaufen nach dem anderen gesäumt ist. Kurz darauf, in etwas ab „Kristin Hradek“ bewegt man sich aber wieder auf befestigtem Untergrund. Da lief uns auch eine orientierungslose Gruppe junger Tschechen über den Weg, die offenbar auf Klassenfahrt waren und im Nichts ausgesetzt wurden, um so den Rückweg nach Ostrov zu finden. Unsere Karte kam da natürlich gelegen.

Der Aufstieg zum Schneeberg war dann wunderbar idyllisch, schön ansteigend auf einem steinigen Weg, der von grünem Gras gesäumt war. Oben auf dem Schneeberg begegnete uns bekanntes Terrain, eine Aussicht, wie man sie so oft erlebt (etwas vernebelt, doch ab und an schaut die Sonne durch) und eine Brotzeit, die man sich dann auch mal verdient hat. Der Abstieg und der Weg durch den Ort Schneeberg wurde schon in einer anderen Wanderungen beschrieben, interessant wird dann die Passage auf der blauen Wandermarkierung. Circa einen Kilometer vor der Grenze quert ein größerer Weg die blaue WM, dem folgt man linksabbiegend etwas 200m und biegt dann rechts Richtung Biela auf einen grasbewachsenen Weg ein, der schnurgerade auf die Grenze zuläuft. Dieser wunderbare Weg war an einigen Stellen etwas überschwämmt, aber ansonsten schön zu begehen. Er überwindet die Grenze genau an der Stelle, wo der Steinbornweg die Dürre Biela quert. Auf der anderen Seite geht es direkt in den romantischen Dürre Bielagrund, der dann im Bielagrundweg aufgeht und Richtung Ottomühle und später Richtung Schweizermühle führt.

Eine schöne Wanderung, die den Schneeberg als höchsten Punkt des Elbsandsteingebirges ansteuert. Besonders gefallen haben uns die Wege durch den Wald auf böhmischer Seite. Wer diese Wanderung ausprobieren mag, der sollte vielleicht einmal darauf achten, wo die Unterschiede der Forstwirtschaft auf tschechischer und auf deutscher Seite liegen. Viel Spaß dabei,

Christian Helfricht

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