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Spanien solls richten

WM-Kolumne #5 (und Schluss)

Vieles bei dieser Weltmeisterschaft in Südafrika mutet ungewöhnlich an. Manches von dem konnte man vorher noch nie erleben, einiges hätte man im Voraus hingegen schon anders planen können. Viele scheinen beispielsweise davon überrascht zu sein, dass in Afrika winterliche Verhältnisse herrschen können, die auch mal Schnee hervorbringen und eisige Temperaturen von deutlich unter null Grad. In der heutigen Pressekonferenz hat sich Co-Trainer Hansi Flick dazu geäußert, wie man sich im Winter zu verhalten habe: warm anziehen, nach dem Duschen die Haare föhnen um sich ja nicht zu erkälten, u.Ä. Sind die Themen denn schon so ausgegangen, dass man selbst so etwas schon bis ins Detail analysieren muss?

Immer wieder Thema sind auch die Vuvuzelas, diese wunderbaren Tröten, die den normalen Klangteppich im Stadion deutlich überlagern. Fernsehstationen verzweifeln ob der Geräuschkulisse und verwenden alle möglichen Audiofilter, um dem entgegenzusteuern. Aber selbst über die Lippenmikrofone konnte man damit noch keine zufriedenstellende Lösung finden. Viel mehr sollte man es bei dem Zustand belassen, den man nun erreicht hat. Wenn die Fankultur in Südafrika dem entsprechend aussieht, sollte man dies akzeptieren und nicht verbieten (wie es einige auch in der FIFA versucht haben).

Gespielt wurde gestern übrigens auch noch; kaum zu glauben. Die Elfenbeinküste konnte den Portugiesen ein 0-0 abtrotzen, bei dem man im Zweifeln über die Favoriten immer weiter bestärkt wurde. Und auch die Brasilianer konnten keine überzeugende Leistung gegen die imponierenden Nordkoreaner abliefern, von denen man zuvor nicht unbedingt viel erwarten konnte. Offenbar fehlte es an Einsatz und der Bereitschaft Laufwege in Kauf zunehmen, die die Fünfer-Abwehrkette der Koreaner auszuhebeln im Stande waren. Dies gelang dann auch nur zweimal. Im Gegenzug wurde es zum Ende hin sogar noch einmal spannend, als die Nordkoreaner durch eine famose Einzelleistung den Anschlusstreffer erzielen konnten. Gegen die zuvor ambitionierten Brasilianer hatte ihnen das keiner zugetraut und musste sich angesichts dieser Leistung nun die müden Augen reiben.

Heute nun steigt Topfavorit Spanien ins Turnier ein. Kaum zu glauben, dass sich auch die Furia Roja (also das spanische Nationalteam) die Blöße geben werden; in den letzten 31 Partien wurde die Mannschaft von Trainer Vicente Del Bosque nicht mehr geschlagen. Wo kämen wir denn dann hin, wenn sich dies gerade bei der WM ändern sollte?

Christian Helfricht

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