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Schlimmster Alptraum eines Torwarts

WM-Kolumne #3

Südkorea – Griechenland 2-0
Argentinien – Nigeria 1-0
England – USA 1-1

Es gibt Sekunden, die werden zu Minuten, zu Stunden, zu Ewigkeiten. Es gibt Augenblicke, die vergisst man im Fußball nie, die brennen sich ein ins Mark der Akteure, können zum Aus in der Meisterschaft führen und das Ende einer großen Hoffnung bedeuten. So weit sind wir noch nicht, doch das, was Englands Torwart Robert Green von West Ham United da passierte, wird er so schnell nicht vergessen. In Führung liegend ließen sich die Engländer das Spiel zunehmend von den US-Amerikanern aus der Hand nehmen und so kam Clint Dempsey (der übrigens beim englischen Verein FC Fulham unter Vertrag steht) zum Schuss aufs Tor von Englands Keeper Green, dem der Ball an den Händen nach hinten abklatschte und ins Tor kullerte. Es sind Szenen, die stehen für die schlimmsten Alpträume eines Spielers, oft provozieren sie den Hass einer ganzen Nation. Das englische Boulevard ist zudem für seine vernichtenden Beiträge bekannt.

Im ersten Spiel des Tages gewannen die Südkoreaner gegen schwache Griechen, die auf ganzer Linie versagten. Deren sich allseits verdient gemachter Trainer, Otto Rehagel („Rehakles“), ist für seine ungewohnten Entscheidungen bekannt und lief zunächst mit einer Mannschaft auf, die sich mehr für die Liebe zum Füßehochlegen interessierte, als ein Spiel zu gewinnen. Die Südkoreaner nutzten dies prompt und trafen zur frühen Führung. Überhaupt war es der Tag der frühen Tore. Auch England traf schon nach vier Minuten durch Kapitän Steven Gerrard (FC Liverpool), Argentiniens Abwehrspieler Ivan Gabriel Heinze (Olympique Marseille) lochte in der sechsten Minute zum 1:0 Entstand gegen Nigeria ein.

Die Favoriten für den Turniergewinn haben heute insgesamt nicht überzeugt. Englands schwaches 1:1 gegen die USA reicht nicht, um andere Mannschaften abzuschrecken. Ein Rooney (ManU) allein kann eben auch kein Spiel gewinnen, zumindest nicht gegen eine stramm formierte Abwehr der Amerikaner. Insgesamt bleibt festzuhalten für den heutigen Spieltag: Nichts muss, alles kann – Titelanwärter können straucheln, echte Underdogs sind Geschichte und das Spiel, das uns wirklich vom Hocker reißt haben wir auch noch nicht gesehen. Vielleicht kommt das ja morgen, wenn Deutschland mit seinem ersten Auftritt ins Geschehen eingreift.

Christian Helfricht

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