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Südafrika unter Druck. Was schafft die Bafana Bafana?

WM-Kolumne #1

In wenigen Augenblicken beginnt die Fußball-WM in Südafrika und wir erleben einen Gastgeber, der sich in Exstase tanzt, schreit, trötet und feiert. Alles scheint bereitet für ein Land, das sich aus der Defensive heraustraut und einen Kontinent, dem der Fußball schon lange in der Seele brennt.

Für Südafrikas Team, Bafana Bafana („die Jungs“), steht viel auf dem Spiel, denn die Erwartungshaltung ist gewaltig, der Druck enorm. Nicht wenige in Südafrika haben den Titel schon fest anvisiert, eine Enttäuschung kann sich das Team nicht leisten. Doch die Statistik spricht für die Mannschaft: noch nie ist ein gastgebendes Team schon in der Vorrunde ausgeschieden. Und Südafrikas Fußball hat in den letzten Monate eine wahre Revolution erlebt. Akribisch wurde sich vorbereitet, wer da nicht mitwollte, muss die Meisterschaft im eigenen Lande nun von der Tribüne verfolgen (bsw. Rekordspieler Benni McCarthy). Mit Trainer Carlos Alberto Parreira ist ein erfahrener Mann am Werke, der schon viele Länder coachte: Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Brasilien, Saudi Arabien und nun auch schon zum zweiten Mal Südafrika. Auf dem Trainer liegen die höchsten Erwartungen, ganz Südafrika hofft auf die Kreativkraft und Angriffslust Parreiras, doch der ist die Ruhe selbst.

In der Fifa-Weltrangliste steht Südafrika nur auf dem 83. Rang, der heutige Gegner Mexiko steht auf Platz 17. Eigentlich klare Verhältnisse, würde man meinen, doch darf man die Unterstützung im eigenen Land nicht unterschätzen. Man erinnere sich an die letzte WM in Deutschland, die der Nationalmannschaft einen deutlichen Auftrieb gab. Das heutige Eröffnungsspiel ist allerdings wegweisend für das gesamte Turnier. Gewinnen die Gastgeber, wird die Stimmung in blanke Euphorie umschlagen, die dem Turnier nur helfen kann. Sollte Südafrika verlieren, könnten aber auch die hohen Erwartungen in herbe Enttäuschung umschlagen, die sich mit möglichen Negativnachrichten abseits des Fußballplatzes vermischen. Dies bleibt nicht zu hoffen.

Christian Helfricht

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