Startseite > Daily Mail, Fotografie > Vom Fotografieren

Vom Fotografieren

Manchmal muss man etwas tun, man spürt so einen inneren Drang, ein Gefühl von nichts fast, doch dieses Nichts muss man irgendwie füllen. Es zerfrisst einen sonst. Ich fotografiere dann.

Das mit der Fotografie und dem Interesse für das Bild an sich hat schon früh begonnen. Als kleiner Junge konnte man mir den Fotoapparat in die Hand drücken und sicher sein: das geht schief. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn schief fotografieren kann ich heute noch gut. Damals konnte ich nicht begreifen, wie man irgendwie auf einen kleinen Kasten drückt und einige Tage später war das ganze auf einem Bild zu sehen. Es war doch ein Stück von Freiheit, das mir damals schon in den Sinn kam und das hat sich noch bis heute gehalten. Nun ist mir auch etwas klarer geworden, wie das Belichten eines Filmes zum fertigen Bild führt und warum so eine analoge Kamera nicht einfach mal so geöffnet werden darf …

Analoge Fotografie fasziniert mich auch heute noch, auch wenn von der ehemaligen Domäne nur noch ein Nischenprodukt übrig geblieben ist. Mit der digitalen Technologie eröffneten sich neue Horizonte aber auch neue Probleme. Früher war jedes Bild einzigartig, eine Zelebrierung von Leidenschaft und Eleganz, ein Leben für den Moment und das was dahinter steckt. Heute ist die Einzigartigkeit, das fest gefahrene System dahin. Die Augenblicklichkeit weicht der Wiederholbarkeit auf der einen und der Vergänglichkeit auf der anderen Seite. Im Kampf um mehr Megapixel hat man mit Bildrauschen auf Grund zu kleiner Sensoren zu kämpfen, kann aber auch Belichtungsreihen schießen und diese über digitale Bildbearbeitung oder kamerainterne Software zu HDR-Bildern (High Dynamic Range) zusammenfügen, die alte Hell-/Dunkelprobleme ins Nirwana schicken. Und das ist nur ein winziger Ausschnitt dessen.

Aber es ist eine Faszination. Eine Faszination wie Autofahren und Fliegen, wie Wandern und Klettern, wie Liebe und Lust. Mit einem Bild das zu erfahren, was der einfache Betrachter nie sehen konnte, das ist das Ziel des Fotografierens.

Ich habe mich dazu entschieden, dieses Thema etwas mehr in diesem Blog zu verankern. Ganz fotolos ist diese Seite zwar nicht, die Fotos von den Wanderungen sind jedoch zuhauf mit einer kleinen Digitalkamera geschossen, die einem die Grenzen schon bei bewölktem Himmel aufzeigt. Deswegen fotografiere ich ansonsten auch mit einer DSLR. Und hier setze ich voll auf Olympus. Das hat mehrere Gründe: zum einen ist mir die Marke vertraut, denn ich besitze noch drei weitere Olympus Spiegelreflexkameras, von denen ich sehr überzeugt bin. Zum anderen hat sich Olympus immer wieder innovativ gezeigt, was beispielsweise Live-View, Sensorreinigung, etc. angeht. Zudem ist das Olympus E-System über Adapter kompatibel zum alten OM-System, was ein weiternutzen der analogen Objektive ermöglicht. Und nicht zuletzt war mir eine intuitive Bedienung und natürlich eine gute Bildqualität wichtig.

Olympus E-520 mit Metz 48 AF-1
Ausrüstung auf diesem Bild:
(Olympus E-520 mit Zuiko Digital 14-42mm 1:3,5-5,6
Blitz: Metz 48 AF-1)

Also, let the games begin,

Christian Helfricht

Advertisements
  1. 21. Mai 2010 um 6:45 am

    Hi Christian,

    bei mir wurde auch wieder die analoge Kamera reaktiviert, eine Nikon F100. Zum Glück habe ich noch die alten, lichtstarken Objektive, die ich nie mehr hergeben würde. Ich fotografiere gerne s/w.
    Meine Digitale ist eine Nikon D70 und D60 zusammen mit den alten Objektiven.

    Grüße,
    Stephan

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: