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Südlich von Hinterhermsdorf – Wanderung

Im letzten Eintrag habe ich mich mit den Vorüberlegungen der Hinterhermsdorfer Wanderung auseinander gesetzt, hier folgt nun ein Bericht.

Unterwegs waren wir etwa 5,5 Stunden, das Wetter wechselte von Sonnenschein am Vormittag und Mittag dann zu dunkel bewölktem Himmel am Nachmittag mit einigen, wenigen Regentropfen. Sicherlich kann man die Route auch schneller bestreiten, allerdings haben uns immer wieder interessante Entdeckungen davon abgehalten. Und es sind diese Entdeckungen, von denen ich hier berichten möchte…

Wenn man von Entdeckungen redet, dann meint man ja zunächst Dinge, die einem vorher nicht bewusst/bekannt waren. Zunächst war mir nicht bewusst, dass Freitag in aller Frühe ein Bus nach Hinterhermsdorf schon so voll sein kann. Beispielsweise saß eine Damen-Rentnergruppe neben uns, die von interessanten Reisen zu berichten hatte, von Wien nach Bratislava oder der Stadt Berlin, die wohl mehr Brücken habe als Venedig. Und sie bemerkten die „schöne“ Landschaft entlang der Kirnitzsch, wo sie auch einen „Trampelpfad“ entdeckten, der immer mal wieder nah an den Bach herantritt, um Sekunden später schon wieder verschwunden zu sein (die Rede ist vom Flößersteig). Als wir an der Bushaltestelle „Zur Hoffnung“ ausstiegen, entsandten sie uns mit einem „Schönen Tag“-Gruß, der den Anfangspunkte der Wanderung markierte.

Aus dem Dorf herausgetreten und der roten Markierung folgend ist besonders von Holzfällarbeiten zu berichten, speziell im Gebiet der Waldhusche und entlang des Aschehübelweges. Der Sinn der Fällarbeiten erschloss sich uns nicht, Borkenkäferbefall war an den Bäumen hier nicht zu beobachten. Erst später im Bereich Niedere Schleuse und unterhalb der Rabensteine waren auf Grund der Borkenkäfer frisch gefällte Bäume zu sehen. So trug es sich auch zu, dass im Bereich der Stimmersdorfer Brücke ein Baum auf zunächst unerklärliche Weise magisch zu schweben begann. Das Wunder ward jedoch nicht erfüllt, ein Kran und Waldarbeiter machten dem Spuk ein Ende.

Der schönste Teil der Wanderung war der entlang der Kirnitzsch. Von der Niederen Schleuse bis zum Hermannseck war sie nicht nur immer im Blick, sondern auch im Ohr. Zunächst ausgedehnte Wiesen, die sich, am wunderbar schmeckenden Wasser des Marienquell vorbei, entlang der Grenze zunächst immer weiter ausdehnen, um dann plötzlich zusammenzutreten und in der Kirnitzschklamm zu enden – sie sind das wahre „Highlight“ dieser Wanderung. Ohne den Kirnitzschbach, der das Tal mit Leben erfüllt, wäre diese Region nur halb so schön.

Weiter ist vom Jansloch zu berichten. Dessen Zugang ist von der blauen Wegmarkierung unten entlang der Kirnitzsch zwar zu finden, man sollte die Begehung allerdings unterlassen. Von dieser Seite bin ich bis an den Fels und noch ein Stück weiter rechts „eingetreten“, habe es dann aber nicht weiter verfolgt, denn die Natur hat sich diesen Teil schon zu sehr einverleibt. Am anderen Ende des Janslochs ist die Lage anders. Der Zugang ist fast der verlängerte Arm der Wolfsschlucht und hier ist auch ein deutlicher Pfad erkennbar. Der Ausstieg, der gleich am Anfang auf der rechten Seite durch Steinstufen angedeutet ist, scheint ganzjährig extrem feucht/vereist. Im weiteren Wegverlauf folgt ein kleiner „Durchgang“ und dann ein sichtbarer Pfad entlang der Felswand, usw. (mehr sollte hier nicht beschrieben werden!)

Neben den bekannten Aussichtspunkten Hermannseck (der schwere Aufstieg ist aber auch extrem eng und steil) und Königsplatz, war es ein weiterer Weg, der uns sehr gefallen hat: der Comtessensteinweg. Dieser führt entlang eines kleinen Bächleins, das zweimal gequert wird, und verbindet (fast) zwei Gedenksteine von 1951 und 1934. Leider wächst auch dieser Weg immer mehr zu bzw. wurden an einigen engen Stellen neue Bäume gepflanzt, die den Weg in wenigen Jahren schon unpassierbar machen sollen.

Eine schöne Rundwanderung also, die etwas Zeit fordert, ein wenig Kondition und viele Naturgenüsse bietet.

Christian Helfricht

Am Lindigtblick

Moos

Brüdersteineaussicht

An der Kirnitzsch

In der Kirnitzschklamm

Schwerer Aufstieg Hermannseck

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