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Vom Gelobtbach auf den Großen Zschirnstein

Bahnhof Schöna – Elberadweg – Gelobtbachmühle – Gelobtbachfall – Gelobtweg – Kreusels Eiche – Großer Zschirnstein – Kalauschenborn – Zirkelstein – Aschersteig – Haltepunkt Schmilka-Hirschmühle

Kühle Täler, nassfeuchte Schluchten und schroffe Felsklippen, deren bizarres Gefüge von aufsehenerregender Schönheit und Eigentümlichkeit zu erzählen vermag. Zu erzählen von frühen Tagesstunden, da die Sonne noch tief steht und ihre Strahlen im steilen Winkel gen Boden richtet, in den Wäldern wie ein Meer aus steten Blitzen wirkt. Von fremden Orten und eigenmütigen Menschen, vom Wind, der durch die engen Ritzen weht und alten Stiegen, deren morsches Holz von Verwitterung betroffen ist.

Wenn man nun fragt, von was da die Rede ist, so kann man mit Erstaunen und Wohlwollen feststellen, dass es nicht nur an den entferntesten Orten der Welt, in dem nun allseits beliebten Patagonien, in Neuseeland oder Kanada, schön sein kann, sondern gleich um die Ecke und wenn dann noch die Sächsische Schweiz und mithin das gesamte Elbsandsteingebirge erwähnt wird, so muss man dies zuerst nur glauben und später selbst erleben. So die Theorie.

Nun war ich nicht das erste Mal in der Sächsischen Schweiz und kann auch ein wenig Erfahrung mitbringen, wenn es um dieses Thema geht, so bleibt die grundsätzliche Erfahrung der Schönheit von Natur und deren purem Erleben allein nichts Neues. Und auch vom ganzen Sinn solcher Naturerlebnisses, was wandert der da zwischen Stock und Stein hoch und nieder, muss man nicht lange sprechen, hat einen die Lust einmal gepackt.

Kurzum: Da nun die Wandersaison von neuem langsam beginnt, ist es an der Zeit aus den eigenen vier Wänden zu entfliehen. Mit diesem Hintergedanken war es am vergangenen Wochenende soweit. Geplant sei folgende Wanderung:

Vom Bahnhof Schöna aus, dem letzten Halt der S-Bahn vor der tschechischen Grenze, bis zum offenen (Rad-) Wandergrenzübergang an der Gelobtbachmühle führte der Elberadweg, den man rechts abzweigt und dem Gelobtbach folgt, der die Tschechische Republik und Deutschland trennt. Von da aus kämpft man sich fast blind durch das Gelobtbachtal, wozu Orientierungssinn vonnöten ist, bis zur höchsten Erhebung der Sächsischen Schweiz, dem Großen Zschirnstein (560/561m, die Angaben differieren in den verschiedenen Karten). Dessen Aussicht ist grenzenlos (im wahrsten Sinne des Wortes), vom berühmten Prebischtor und dem Großen Winterberg bis zum Hohen Schneeberg kann man bei guter Sicht ins Riesengebirge schauen. Vom Zschirnstein ging es geradewegs durch den Wald zum Zirkelstein, einem kleinen Stein, dessen Treppen nach oben Nicht-Schwindelfreien oder kleinen Kindern auf keinen Fall zuzutrauen sind. Zurück über den Aschersteig ging es zum Bahnhof Schmilka-Hirschmühle, schon fast am Abend.

Im Gelobtbachtal

Der Gelobtbach schoss den Berg hinab und kümmerte sich nicht um die Wanderer, denen er sich entgegenstellte. 

 Im letzten Jahrhundert

Im letzten Jahrhundert oder wann auch immer. Die Grenzsteine sahen ja topaktuell aus …

Auf dem Großen Zschirnstein

Brotzeit auf dem Großen Zschirnstein. Das Dach der Sächsischen Schweiz ist von den üblichen Touristen nicht oft besucht!

Blick zum Rosenberg

Der Rosenberg in der Böhmischen Schweiz ist der markanteste Punkt im rechtselbischen Gebiet

Blick vom Zirkelstein

Der Zirkelstein wirkt sehr behaglich, doch wie man beim kurzen Aufstieg merkt, kann er einigen Leuten Schwierigkeiten bereiten

Der Glasperlenspieler

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