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Reminiszenzen einer Jugend

Muss die Geschichte denn immer so aussehen? In der Kleinstadt oder auf dem Lande, eine Gruppe sich selbst findender Jugendlicher oder junger Erwachsener, jeder mit seiner Eigenartigkeit, alle gefangen in den Grenzen ihrer kleinen Welt. Und dann natürlich das Ausbrechen: immer in den Grenzen und dann darüber hinaus. Doch das darüber hinaus wird stilisiert, heroisiert.

Eine Geschichte der Liebe, deren Konflikte Weltuntergangsszenarien gleichen. Und dann: das grüne Gras ist nun mehr grau, doch das Graue ist zuckerrot. In der Ödnis liegen die Träume der Zukunft begraben. Und dann muss es regnen. Der Regen ist der Initiator des Kusses. An einem See, der das Plätschern zum Dröhnen verzerrt, der Aufschlag eines Tropfens, eine Millisekunde für die Ewigkeit.

Morgen früh geh ich gleich baden. Und am Abend brennt das Feuer, ich rücke ran. Doch ist das der Sand, der zwischen meinen Zähnen knirscht oder sind es die Erinnerungen an gestern und die Erkenntnisse von morgen, die das Getriebe verschleißen? Meine Fragen sind meine Charaktereigenschaften. Ach, ich habe keine Fragen mehr?

Na dann, mach die Augen zu!
Der Glasperlenspieler
(liest aktuell: Peter Handke – Der kurze Brief zum langen Abschied)

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