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Der Preis bestimmt den Wert

Man könnte meinen, dass nun ein wenig mehr Ruhe ins Haus stehen müsste, doch davon kann ich, wie schon in einigen vorangegangenen Beiträgen erwähnt, getrost Abstand nehmen, denn die Hausarbeit zu Jedermann möchte einfach nicht verschwinden. Ganz gut klappt es allerdings momentan Aufgabe für Aufgabe nach und nach zu lösen. Erst der Mediävistik-Schein, dann das schnelle Bewältigen der Philosophie-Hausarbeit und heute nun schon die Zwischenprüfung im Fach Ethik/Philosophie. Recht viel auf einmal und das in nur wenigen Tagen. Man möchte das gar nicht aufs gesamte Studium hochrechnen, aber was da möglich wäre …

Das Studium ist ja nun mal nicht das Zentrum der Welt, gleichwohl es natürlich einen nicht minderen Einfluss auf mein Leben ausübt. Aber diese Entscheidungs- und Drucksituationen sind einfach nicht auf Dauer erträglich (auch wenn ich in angespannten Situationen oft besonders gut bin). Auf der einen Seite ist ein Studium ohne jegliche Bewertung und Selektionen nicht denkbar, auf der anderen Seite bleibt in den auf Leistung getrimmten Instanzen an der Universität nur wenig Raum, um eine eigenständige Entwicklung zu nehmen, um eine Persönlichkeit zu entwickeln. Viel mehr ist durch den Leistungsdruck eine Uniformität gewährleistet, die nicht zuletzt den Zweck hat, Menschen in ihrer Individualität zu beschränken und sie zu Arbeitskräften für Kapitalmaschinen zu formen.

Selbst in geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist man davor nicht gefeit. Ja gerade hier zeigt sich aufgrund der schlechten Arbeitsmarktaussichten ein Verdrängungskampf und Sittenverfall, der seinesgleichen sucht. Dies unterstützend sorgt in vielen Bundesländern auch der Gebührenzwang für eine frühe Abschiebung der kritischen Kräfte, für ein Reinhalten der Universitäten vor den subversiven Elementen. Und in diesem Sinne bleibt man unter sich, findet Leistungsorientiertheit prima und hat von Seele und Solidarität nur im Traume die Spatzen von den Dächern pfeifen gehört. Gute Nacht,

Der Glasperlenspieler

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