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Wenn Fußball grausam ist …

(EM-Kolumne, Teil1)

Die Schweiz ist das erste Team der Fußball-EM, das ausgeschieden ist. Die Türkei hat nun beste Chancen ins Viertelfinale einzuziehen, Portugal ist schon qualifiziert. Die Schweiz, gemeinsames Gastgeberland mit Österreich, ist geschlagen, doch hat ein großartiges Spiel gemacht, das wohl als die Wasserschlacht von Basel in die Sportgeschichte eingehen wird und an 1974 erinnern mag.

In der ersten Halbzeit ging die Schweiz unter schwierigsten Bedingungen in Führung, doch mit dem nachlassenden Regen in der zweiten Hälfte wurde der Druck der Türken immer stärker. Ausgleich. Dann: qualvolles Hin und Her, das Spiel bleibt komplett offen, kurz vor Ende haben die Schweizer eine Hundertprozentige. Doch mit dem Schlag 92. Minute sind alle Träume beendet. Die Türkei macht das 2:1 durch einen abgefälschten Schuss direkt über den Kopf des Torwarts in den Kasten.

Alles aus. Köbi Kuhn, Trainer der Schweizer, steht konsterniert am Spielfeldrand. Es ist sein vorletztes Spiel, Ottmar Hitzfeld wird ihm folgen. Seine Augen verraten eine gefasste Trauer, Gesten und Mimik der Spieler hingegen verfallen zu Tälern der Tragik. Fußball ist an diesem Abend ein Abbild der möglichen Schmerzen und Freuden, die das Leben bieten kann. Großartig.

Der Glasperlenspieler

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