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„Verlass die Stadt“!

Hach, manchmal stinkt es schon unwahrscheinlich in dieser Stadt. Abends in der S-Bahn kann man nicht atmen, zehn Minuten werden zu stundenlanger Qual. Vorher kann man es nicht ertragen, dieser Leidensschweiß der jungen Abgehängten, man möchte sie bedauern und verstehen. Zwischen Bierdunst und strengsüßem Billigdeodorant hilft nur der Blick aus dem Fenster, als da grünen Wiesen und der leichte Schauer eine bezaubernde Welt heucheln, jedoch nur kurz, denn alte Neubauten lassen an feuchte Gerüche denken.

Doch da, kurz, schöne Musik im Vorbeigehen, schlecht gedämpfte Kopfhörer spielen die mildesten Klänge des Frühsommers, an einer Frau, deren Oberteil betören mag und deren Schuhe an eine Liebe zum Vergangenen erinnern.

Das alles in den wenigen Sekunden. Sie festzuhalten wäre das Glück auf Erden, oder was denn sonst? Dann der Bericht in der Taz, Gustav heißt die junge Frau nicht wirklich, doch sie scheint die Töne zu treffen, die mir helfen würden. Heute und nicht morgen, denn dann ist es vielleicht wieder schön.

Lied des Tages (62)

Gustav – Verlass die Stadt (live vom Donaufestival)

Der Glasperlenspieler (ruft ein Motto für die neue Woche aus: Verlasst die Stadt und rettet die Wale)

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  1. 10. Juni 2008 um 11:21 am

    Nett geschrieben!
    Und überhaupt ein netter blog, wenn man sich dein „Standpunkte“ Pamphlet so ansieht.

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