Startseite > Gesellschaft, Meldung > Gebissener Hund: Lidl

Gebissener Hund: Lidl

In vielen großen Tageszeitungen, die heute erschienen sind, entschuldigt sich der Lebensmittel-Discounter Lidl bei seinen Kunden und Beschäftigten. Voraus gegangen waren Anschuldigungen gegen den Konzern, die mit Bespitzelungen gegen die eigenen Mitarbeiter zu tun hatten. Lidl hat seine Angestellten per Kamera überwacht und durch bezahlte Detekteien ausgefragt. Diese Detektive haben die Ergebnisse, die mit persönlichen Verleumdungen und Beschuldigungen versehen waren, an den Konzern weiter geleitet.

Heute also die Entschuldigung. Oder viel mehr „Information“, wie Lidl selber sagt. Dazu passt auch der Tenor der Mitteilung: Ja, wir geben Verfehlungen zu, konkrete Maßnahmen sind allerdings nicht vorgesehen. Man spricht von „Inventurverlusten“, die durch Überwachungen zur Hälfte zurückgegangen seien und droht mit Arbeitsplatzverlusten, sollte man Spitzelmethoden nicht weiter verfolgen können. Wozu man dann aber persönliche Gespräche belauscht bleibt offen.

Und auf der unteren Hälfte der teuren ganzseitigen Anzeige wird man mit den aktuellen Aktionsangeboten gelockt. Bis zu vierzig Prozent Rabatt und Riesenmengen zum kleinen Preis. Bei Lidl kann man sparen, wird suggeriert. Wie das allerdings bezahlt wird und wer dafür auf der Strecke bleibt, wird verschwiegen.

Lidl
(Fotoquelle: Süddeutsche Zeitung)

Der Glasperlenspieler

Advertisements
Kategorien:Gesellschaft, Meldung Schlagwörter: , ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: