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Himmel und Hölle

Viel ist passiert in den letzten Tagen, der Jahreswechsel und die vergangene Weihnachtszeit wollten mit Neuigkeiten nicht geizen und die Erde ist gefroren.
Neben der Gewichtszunahme, die doch etwas höher ausgefallen ist als erhofft und den vielen schönen neuen Büchern und sonstigen Geschenken, die man an allen Ecken und Enden eingesammelt hat, ist in der Welt viel passiert, was einem die besinnliche Zeit vermiesen wollte.

Zu Heilig Abend starb Reinhard Heß, ehemaliger Skisprung-Trainer und liebenswürdiger Mensch von Grund auf.

Kurz darauf wurde Benazir Bhutto, Oppositionsführerin und Topfavoritin für die nun auf Mitte Februar verschobene Parlamentswahl in Pakistan, ermordet, was Pakistan in Sachen Demokratie weit zurückwirft.

Nach einem Überfall von jungen Menschen auf einen Rentner in der U-Bahn fordert nun Roland Koch, CDU-Ministerpräsident in Hessen, eine schnelle Abschiebung ausländischer krimineller Jugendlicher. Dass er mit solch fremdenfeindlichen Methoden Gedankenspiele betreibt, die nebenbei gesagt zur Folge hätten das junge Ausländer in Länder abgeschoben würden, die sie noch nie gesehen hätten und deren Kultur sie nicht kennen, ist vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen in seinem Bundesland klar zu entlarven und eine der billigsten Methoden um Stimmen zu werben. Es gibt nichts Schlimmeres und Verächtlicheres als mit Ausländerhetze noch ein paar Wähler rechtsextremer Parteien an sich zu binden und ich kann folglich nur davor warnen, sein Kreuz am 27.Januar in Hessen bei der CDU zu machen.

Das sind nur drei Punkte, die um den Jahreswechsel wichtig waren. Es gab viele mehr. Die zu kommentieren würde viele Stunden dauern, also lassen wir das einfach.
Was bleibt also übrig und was bringt das neue Jahr? Zunächst erstmal nicht viel Neues, denn die eingangs erwähnten Neuigkeiten sind oft nur die ollen Kamellen von vorgestern. Zu Silvester herrschte in Dresden Ausnahmezustand, am Theaterplatz war Weltuntergangsstimmung trotz tagheller Leuchtgeschosse, was ergo mit plumpen Parolen besoffener junger Frauen und Männer gefeiert wurde. Gäbe man der Sinnlosigkeit eine Note, könnte es nur ein „sehr gut“ sein, denn daran mangelte es nicht.
Aber ja, man lebt ja hier und man steht jeden Morgen wieder auf. Über Dummheit kann man streiten. Auch über Sinnlosigkeit?

Der Glasperlenspieler (fand die bunten Farben aber schön)

[Wetter: überwiegend bewölkt, minus ein Grad;
Buch aktuell: Max Frisch – Stiller]

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