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Archiv für Juni 2011

Elbhangfest 2011 – Weniger Gäste, viel Engagement und schlechtes Wetter

Elbhangfest Fazit

Das Elbhangfest ist vorbei, nun bleibt noch ein kleines Fazit. Ich sehe das diesjährige Elbhangfest mit gemischten Gefühlen. Zum einen finde ich es großartig, was da dieses Jahr wieder von der Veranstaltern auf die Beine gestellt wurde und wie man den Wetterwidrigkeiten trotzte. Es waren wirklich großartige Bands dabei, es gab engagierte Künstler, Gewerbetreibende und Anwohner. Die Möglichkeit des günstigen Dampferfahrens war innovativ. Zum anderen gab es viele Enttäuschungen: Der Umzug war ein absoluter Reinfall. Es gab viele Bands, die musikalisch schwach waren und trotzdem so etwas wie “Starallüren” (DNN) zeigten. Auch die alte Kritik, dass es jedes Jahr das gleiche wäre, ist nicht von der Hand zu weisen. An den Preisen für das Elbhangfest (aber auch auf dem Elbhangfest) muss man ebenfalls Kritik üben dürfen.

In der Presse ist heute von 70.000 (SZ) bis 75.000 Besuchern (DNN) die Rede. Dabei gibt es in den Zeitungen unterschiedliche Zahlen aus dem letzten Jahr (DNN: 80.000, SZ: 100.000) zum Vergleich (Wie kann das sein? Persönlich erinnere ich mich an 80.000!). Überhaupt ist das Fazit der Presse unterschiedlich: Die Sächsische Zeitung lobt das Elbhangfest und findet keine Kritik. Möglicherweise merkt man hier, dass die SZ einer der Hauptsponsoren war. In den Dresdner Neuesten Nachrichten ist gleich auf dem Titel ein Beitrag, der sich mit den sinkenden Besucherzahlen beschäftigt. Es wird zudem auch darauf eingegangen, dass viele Besucher das Gefühl hatten, dass deutlich weniger Menschen auf dem Elbhangfest anzutreffen waren. Auch Kritik an den Eintrittspreisen (bsw. dass man abends immer noch den vollen Tagespreis zahlen musste) wurde in den DNN laut. Zudem wurde auch das bestätigt, was uns zu Ohr gekommen war: Ruhestörungen und viele zerschmetterte Glasflaschen auf der Pillnitzer Landstraße.

Und noch ein paar Links:
Karsten bringt auf seiner Seite einen Bericht mit vielen Bildern vom Elbhangfest: Karstens Heimatseite
Franks Gesammeltes Halbwissen: Elbhangfest 2011
SZ-Beitrag: So teuer ist das Elbhangfest für Familien
Fazit vom Elbhangfest e.V.: Elbhangfest
Dresden Fernsehen hat ein kleines Video zusammengeschustert: Dresden Fernsehen
Bericht vom Frühstückslauf : Loslaufen (Blog von Ralf)
Video vom Frühstückslauf am Sonntag: Frühstückslauf 2011
Video mit Impressionen vom Elbhangfest: DRESDENEINS.TV

Elbhangfest, Tag 3 (Sonntag)

In Dresden beginnt der Sonntag Morgen verregnet. Überraschend hatte es gestern noch recht lange ausgehalten, über die Nacht dann geregnet und den heutigen Tag über immer mal wieder genieselt. Und so ist auch die Stimmung auf dem Elbhangfest. Alles etwas schlappt, ausgelaugt und müde. In Hosterwitz wischt man vor allem Bänke trocken und an der 88. Grund- und Mittelschule hängen die Plakate, mit denen für einen Erhalt der Schule protestiert wird (hier bin ich zur Grundschule gegangen). In Pillnitz gibt es Kaffee und Kuchen bei Wippler und in Wachwitz spielen schon wieder die Russian Doctors. Na sowas.

Doch in Niederpoyritz herrscht gute Stimmung. Auf dem alten Schulgelände (damals bin ich auch hier zur Schule gegangen, diesmal aufs Gymnasium), dem Elbhangtreff, ist wie immer alles auf Kinder ausgerichtet. Das ist wirklich angenehm und deswegen ist es hier auch schon wieder gut gefüllt. In Loschwitz schließlich ergattern wir noch zwei schöne Bücher und ein Kilo Kirschen noch obendrein, sodass wir gut gelaunt den Nachhauseweg antreten können.

Ein paar Bilder vom Sonntag:

Trübes Wetter schon an der Fährstelle

Die Schnecken freuen sich …

Elbhangtreff

Elbhangfest, Tag 2 (Samstag)

Es ist noch recht früh am Tage, als wir von unseren Katern geweckt werden, richtig gut geschlafen haben wir nicht. Der gestrige Abend steckt irgendwie noch in den Füßen. Samstag ist immer Hauptaktionstag auf dem Elbhangfest. Der traditionelle Festumzug beginnt um elf Uhr in Loschwitz. Dieses Jahr muss Lingner als Thematik ausreichen – leider merkt man, dass das vielleicht doch etwas zu wenig war. Der diesjährige Festumzug ist inspirationslos, langweilig und sehr leise.

So machen wir uns auf in Richtung Pillnitz, besuchen auf dem Weg das Künstlerhaus mit zwei Ausstellungen (vom Künstlerpaar Doreen Wolf und Thomas Reichstein), kehren ins Café im Grünen an der Pillnitzer Landstraße 126 ein (da gibt es immer leckeren Kuchen) und bestaunen die Schauvorführungen der historischen Motorboote am Wachwitzer Ufer (wirklich großartig!). Das hat offenbar eine lange Tradition, denn die erste Veranstaltung dieser Art hat es schon 1935 gegeben.

In Pillnitz schlendern wir über den Handwerkermarkt auf dem Schlossparkplatz und kommen ins Weindorf, wo sich die Ersatzband “Colinda” auf ihren Auftritt vorbereitet. Die Band ist sehr interessant besetzt: Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon, Geige, Kontrabass und besonders interessant: Lapsteel und Waschbrett – das hört man so auch nicht oft.

Ein paar Bilder vom Samstag:

Ein paar Bilder vom Festumzug

Motorboot auf der Elbe

Die Band Colinda spielt im Weindorf in Pillnitz

Elbhangfest, Tag 1 (Freitag)

Wann hat man mal solchen Platzregen erlebt? An der Alten Feuerwache in Loschwitz warten wir auf die Russian Doctors und es fängt an zu regnen. Aber regnen ist echt untertrieben. Wir sind nass bis auf die Haut. Trotz Regenjacke und Schirm. Die Russian Doctors sind eine einzige Enttäuschung. Lieder vom Saufen und wie schön das alles so ist. Hm, eine paar Fans ergehen sich doch in Jubelstürmen – schnell weiter. An der Elbe spielt die Vorband der Yellow Umbrellas, Eiszeitklub. Ebenfalls nur Mittelmaß. Da lohnt der Gang aufs Klo.

Aber nun gehts richtig los: Auf der Hauptbühne sind für 21Uhr “Die Ukrainiens” angesagt, mit russischen Texten, einem Saxophon (die junge Dame ist großartig) und einem Akkordeon, sowie einem brillanten Schlagzeuger. Das ist Musik, man, da kann man gar nicht ruhig bleiben. Ansonsten ist recht wenig los – das Wetter scheint doch einige Leute abgeschreckt zu haben. Um 23.15Uhr begannen dann die Cavaleros mit recht sanften Klängen, die den sonnigen, nassen und trotzdem sehr angenehmen Abend ruhig ausklingen lassen.

Ein paar Bilder vom Freitag:

Die Kunsthandwerker(-abteilung)

Warten auf die russischen Doktoren

“The Russian Doctors”

Und der Regen weicht dem Regenbogen …

Auf dem Drachenbootgelände spielen Eiszeitklub

Richtig klasse: “Die Ukrainiens”

Vorm Plattenladen Sweetwater Records

Abschluss des Abends: Calaveras

Nach dem Regen kommt die Sonne und dann der Regen … und nach dem Regen …

Das Elbhangfest-Wochenende steht vor der Tür, heute Abend geht es nach Loschwitz. Kurz vorm Losmachen ging jetzt noch ein kurzer, aber kräftiger Schauer nieder. Mit abwechselnden Verhältnissen muss man wohl das gesamte Wochenende rechnen. Dieser
Blogeintrag wird, wenn sich die Zeit findet, über das Wochenende immer mal wieder aktualisiert. Mal werde ich ein paar Eindrücke schildern, mal ein paar Bilder posten. Und wenn es ganz schlecht läuft, gibts die nächste Aktualisierung erst am Montag. Aber das wollen wir mal nicht hoffen.

In Vorfreude,
Christian

Da waren wir schon enttäuscht – Wildpark Geising

Am Pfingstsonntag waren wir im Wildpark Osterzgebirge, besser gesagt im Wildpark Geising/Hartmannmühle. Das Wetter war recht angenehm, nicht zu warm, kein Regen und so haben wir uns auch schon richtig drauf gefreut. Doch was erlebte man dann so schönes, als man da aufkreuzte: Pfingstfest wird gefeiert. Schön und gut, “buntes Markttreiben” nannte man das dann von Wildpark-Seite, na man soll ja mal nicht zu früh meckern …

Nichts groß anzumerken ist zu den Tiergehegen. Manche (bsw. Wildschweingehege) waren arg lieblos, das haben wir schon besser gesehen, aber die Tiere waren dafür nach unseren Maßstäben recht gut versorgt, auch was die artgerechte Haltung angeht (soweit man in Gefangenschaft überhaupt davon reden kann). Und das ist ja auch das wichtigste.

Was gab es nun Spezielles beim Pfingstfest? Zunächst gab es zum Pfingtsfest keinen ermäßigten Eintritt, das war schon grundsätzlich fragwürdig. Die Erklärung von der unfreundlichen Dame am Eingang war, dass heute Pfingstfest gefeiert werde. Basta. Und irgendeine Kapelle spiele … (wovon man aber nichts hatte, weil die erst irgendwann Nachmittag auftauchen sollte) Hmm, nun würde man sich ein Pfingstfest in einem Wildpark ja so wünschen, dass es etwas mit den Tieren zu tun hat … wenigstens irgendetwas – aber leider Fehlanzeige. Ein Hüpfburg für Kinder (vollkommen ok!), Strickwaren, Holzzeug für den Haushalt, ein Stand mit alkoholischen Getränken (bsw. Liköre aus der Region) und besonders interessant: ein Stand mit Handtaschen billigster Fertigung mit einem Verkäufer, der sich in seinem Kleintransporter verschanzte. Oder das Essensangebot: deftig, fleischig und vor allem Bier. Nichts für Vegetarier (ach ja, Pommes), kein Fleisch aus Bio-Erzeugung. Auch die Verkäufer wirkten wie von einem schlechten Wochenmarkt importiert.

Wie wäre es denn mit einem Stand zum Tierschutz? Oder gesonderte Führungen durch den Wildpark mit Zusatzinformationen? Wir fühlten uns wie auf einem uninspirtierten Dorffest im letzten Winkel der Zivilisation.

Wenn man aber bei den Rahmenbedingungen weitermacht, kommt einem das Grauen. Zunächst stimmen Informationen der Website nicht mit den Verhältnissen vor Ort überein (ich nenne mal nur den Übersichtsplan mit den Tierarten). Zudem ist der Plan, den man vor Ort bekommt, unnütz. Er wird der wirklichen Lage keinesfalls gerecht. Schautaufeln sind veraltet und enthalten zum Teil viel zu wenige Informationen. Ab und an wurde einfach mal etwas aus einer Zeitschrift ausgeschnitten … toll! Allgemein wirkte alles etwas lieblos, veraltet und nicht zu Ende gedacht. Das haben wir schon in etlichen Zoos und Wildparks deutlich besser gesehen.

Sollte man also sagen: Liebe Familien, fahrt mit euren Kindern in den Wildpark in Geising!? Man würde wohl eher abraten und andere Empfehlungen aussprechen. Den Tierpark in Görlitz beispielsweise können wir nur dringend empfehlen, auch den kleinen Abstecher ins Naturkundemuseum! Tierpark und Naturkundemuseum Görlitz Unbedingt zu empfehlen ist auch das Wildgehege in Moritzburg. Hier sieht man auch, was man besser machen kann (auch hier seien nur mal die Wildschweine erwähnt).

Christian Helfricht

Noch ein paar Impressionen von den Wildpark-Tieren:

“Odole mio!” – Das 21. Elbhangfest feiert Karl August Lingner

150 wäre Karl August Lingner dieses Jahr geworden. Einer, dem in seinem Leben zunächst nicht alles gelungen ist, der es dann aber zu großer Berühmtheit geschafft hat mit einem Mittelchen, das auch heute noch in aller Munde ist. Einer, dem man viel zu verdanken hat, wenn es um Aufklärung geht und Bewusstsein schaffen, der Gemeinnutz und Unternehmertum unter einen Hut bringen konnte.

Lingner und Dresden – das gehört untrennbar zueinander. Lingner war es, der maßgeblich die 1. Internationale Hygiene-Ausstellung in Dresden im Jahr 1911 plante und vorbereitete. Es sollte mit mehr als fünf Millionen Besuchern ein großer Erfolg werden. Auch dieses Jubiläum feiert das am kommenden Wochenende stattfindende 21. Elbhangfest.

Und Lingner soll man überall antreffen, wenn man sich auf den Weg macht vom Körnerplatz zum Pillnitzer Schlosspark oder umgekehrt. Aber auch das Lingnerschloss (also die Villa Stockhausen) ist diesmal Teil des Programms. Hier soll das Eröffnungskonzert stattfinden mit Stücken von Lingners Lieblingskomponisten Mozart und Beethoven. Auf musikalischer Ebene soll es beim diesjährigen Elbhangfest viele Anspielungen geben; eine von Puccini geschriebene Ode soll zur Festhymne werden. Auch der traditionelle Festumzug ist von Lingner geprägt. Von Lingners Erfindungen bis zu alten Automobilen soll alles dabei sein.

Zusätzlich gibt es dieses Jahr zum ersten Mal die Möglichkeit, auf dem Elbhangfest-Dampfer von Loschwitz nach Pillnitz zu tuckern, zu einem wirklich günstigen Preis von nur 4 Euro. Doch die Plätze sind begrenzt. Karten erhält man zusammen mit den Elbhangfestarmbändern an allen Vorverkaufsstellen.

Doch das wichtigste bleibt beim Elbhangfest immer wieder: die Gastfreundlichkeit der Anwohner am Elbhang, die ihre Gärten und Häuser öffnen, Veranstaltungen organisieren, Bands einladen und sich immer wieder viel einfallen lassen. Ohne die Stände, ohne das Engagement der vielen wäre das alles gar nicht möglich.

Christian Helfricht

Elbhangfest e.V.
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DNN-Artikel

(Foto: PR)

Osterzgebirge Teil 2: Kahleberg, Georgenfelder Hochmoor und BIWAK-Kuppe

Bahnhof Altenberg – Schellerhauer Weg – Viehdriftweg – Weg am Großen Galgenteich – Schneise 31 – Aufstieg zum Kahleberg – Kahleberg – WM gelber Strich – Querweg zur Schneise 30 – Schneise 30 – Kohlweg – Schneise 28 (Wanderweg der Deutschen Einheit/Variante WM roter Strich) – Georgenfelder Hochmoor – Großer Lugstein – WM roter Strich durch Georgenfeld – Langegassenweg – K-Flügel – Mauswieselweg – Abstecher BIWAK-Kuppe – Mauswieselweg – Sonnenhofweg – Raupennestweg – Bahnhof Altenberg

Karte: Kompass Bl. 808: Osterzgebirge. Seiffen, Altenberg, Bad Gottleuba. Maßstab 1 : 50.000 (fehlerbehaftet, bsw. am Großen Lugstein)
Anfahrt: Müglitztalbahn aus Heidenau od. Buslinie 360 aus Dresden
Länge/Höhenmeter: 15km/338Hm

Unsere heutige Wanderung im Osterzgebirge startet in Altenberg am Bahnhof. Die Wetterverhältnisse sind heute sehr unsicher, starker Wind, Regenschauer und der ein oder andere kleine Sonnenstrahl sind angekündigt. Und tatsächlich war alles dabei …

Wir starten bei richtig guten Verhältnissen und wollen zunächst zum Großen Galgenteich, der auch recht schnell erreicht ist. Dieser künstlich angelegte Teich mit einer kleinen Insel in der Mitte wird zur Hälfte umrundet, bis es ein kleines Stück in den Wald geht und man auf einem großen Forstweg (Schneise 31) landet. Auf dem Weg kommt man immer wieder an kleinen Entwässerungskanälchen vorbei, wild wachsen die Disteln an den Rändern und ein paar Enten tummeln sich in kleinen Tümpeln. Wir kreuzen die Straße zwischen Altenberg und Rehefeld-Zaunhau und der Aufstieg zum Kahleberg, der höchsten Erhebung in diesem Gebiet mit 905m, beginnt. Zunächst muss man noch ein kurzes Stück Straße bewältigen, bis man rechts auf einen kleinen Weg abzweigt, der zwischen Sträuchern und auf steinigem Untergrund zum Gipfel führt. Und schon stehen wir auf dem Gipfel, gibt es den ersten Regenschauer. Noch kurz bleibt Zeit um den Ausblick zu genießen, doch sogleich hat sich alles eingetrübt. Nach 15 Minuten ist aber alles wieder vorbei und der Weitblick reicht in die Ferne, bis nach Dresden, bis ins Elbsandsteingebirge.

Der Große Galgenteich mit der schönen Insel mittendrin

Disteln überall

Aufstieg zum Kahleberg

Kurzer Regenschauer auf dem Kahleberg

Aussicht vom Kahleberg auf Altenberg und den erst vor wenigen Wochen besuchten Geisingberg

Auf einem kleinen Weg (gelb markiert) geht es nun weiter, bis wir links abzweigen und gleich wieder rechts in die nächste Schneise (Nr. 30) einbiegen. Zuvor gab es aber noch ein paar leckere Walderdbeeren, die immer wieder den Wegrand säumen. Die etwas nachteilige Seite der heutigen Tour ist die, das man einige Kilometer auch auf asphaltiertem Untergrund unterwegs ist und einige Wege mehrere Kilometer nur geradeaus führen, was nicht unbedingt so erbaulich ist. Deswegen zweigen wir dann in einen alten Weg ein (Kohlweg), um unser nächstes Ziel, den Großen Lugstein, mit einigen Umwegen zu erreichen. Der Kohlweg ist eigentlich schon richtig zugewachsen, oft steht das Gras hüfthoch. Vom Weg hat man aber auch einen Ausblick auf das nahe gelegene Biathlon-Stadion. Da der Kohlweg eine Querverbindung zwischen zwei Waldschneisen ist, landen wir nun also auf Schneise 28, die uns auch gleich den nächsten heftigen Regenschauer mitbringt. Glücklicherweise gibt es am Ausgang der Georgenfelder Hochmoors eine kleine Hütte, wo man ganz gemütlich dem Regen trotzen und auch Rast machen kann.

Auf dem Kohlweg

Und das ganze Gegenteil vom Kohlweg: Schneise 28

Aber so richtig will der Regen nicht aufhören. Irgendwann ziehen wir weiter und besuchen nun das Georgenfelder Hochmoor. Und plötzlich zieht es auch wieder auf, gerade in dem Moment, als wir die ersten Meter ins Naturschutzgebiet hinein gelaufen sind. Das Georgenfelder Hochmoor habe ich schon zu Kindeszeiten einmal besucht und fand es schon damals recht spannend. Die Runde durchs Moor dauert etwa eine halbe Stunde und ist wirklich unbedingt zu empfehlen, wenn man in diesem Gebiet ist (Eintritt 1.80/1.30€).

Georgenfelder Hochmoor

Unweit vom Moor befindet sich auch der Große Lugstein. Hier ist es wichtig den Weg dahin auch zu finden. Die Kompass-Karte ist an dieser Stelle vollkommen falsch. Einfach zu finden sind die Lugsteinbaude und der Funkturm am Großen Lugstein, aber der Weg zum Felsmassiv muss wirklich erst kurz gesucht werden. Er zweigt gleich am Anfang der Straße, die zur Baude hoch führt, links ab. Die Aussicht von da ist wirklich einen Abstecher wert. Besonders aber die Aussicht vom Kleinen Lugstein sollte man nicht verpassen. Zu erreichen ist diese auf dem Weg nach Georgenfeld. Vom Ort aus hat man im Übrigen auch einen genialen Blick in alle Richtungen. An der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes gibt es eine Aussicht, die den Blick ins Böhmische Mittelgebirge zulässt (hier besonders der Milleschauer), ins Elbsandsteingebirge (besonders der Hohe Schneeberg) und ins Zittauer Gebirge (besonders die Lausche).

Felsmassiv am Großen Lugstein; im Hintergrund der Funkturm

Blick ins Böhmische Mittelgebirge, rechts der markante Milleschauer

Ev-Luth. Kirche in Zinnwald

Durch Georgenfeld folgen wir der Wandermarkierung roter Strich und wollen nun zur BIWAK-Kuppe. Über den Langenasenweg geht es zum K-Flügel und von da auf den Mauswieselweg. Ein bisschen Orientierungsvermögen ist hier schon angebracht, der letzte Weg zur BIWAK-Kuppe ist aber nicht mehr zu übersehen. Wir tragen uns ins Gipfelbuch ein und wollen uns nun auf den Rückweg nach Altenberg machen. Promt setzt natürlich der Regen ein und begleitet uns, bis wir im Ort angekommen sind.

Weg zur BIWAK-Kuppe

“Gipfel” der BIWAK-Kuppe

Kartenausschnitt einer Schautafel in Altenberg

Christian Helfricht

Links:
Georgenfelder Hochmoor
Zinnwald-Georgenfeld

Heute: Wanderung ins Osterzgebirge, Teil 2

Für heute ist eine weitere Wanderung ins Osterzgebirge geplant, zumindest wenn das Wetter mitspielt. Von Altenberg wollen wir hinauf zum Kahleberg, zum Großen Lugstein und zur Biwak-Kuppe. Zwischendurch besuchen wir das Georgenfelder Hochmoor. Die Wanderung endet wiederum in Altenberg.

Christian Helfricht

Nachtrag 07:00: Wanderung findet trotz unsicherer Witterungsverhältnisse (Sturm und Regenschauer) statt.

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