Ein Mantra liegt auf mir
Dresden im April. Die Sonne geht schon wieder unter und der Tag erstaunlich schnell vorbei, wie es so Tage an sich haben, die irgendwie schön sind. Im Hintergrund stapeln sich die anstehenden Aufgaben. Man sieht sie wohl, obgleich ihnen der Weg zur Macht verbannt werden sollte.
Mein Erdbeer-Sahne-Tee ist schon sauer geworden, ihm scheint es wohl nicht gefallen zu wollen mit mir die Zeit zu verbringen. Man kann ihn ja auch verstehen, denn der Kaffee, der heute auf meiner Hose landete, scheint wie ein Mantra auf mir zu liegen.
Und wissen Sie, liebe Leser, das alles kann Ihnen vollkommen egal sein. Es ist aber der Tag, wie er ist, es sind die Dinge, die geschehen. Natürlich kann man Fakten nennen, kann sagen, dass da eine einfache Textkenntnisklausur war, das Buch noch bei der Post liegt und eine Amsel mich am frühen Morgen lebhaft wecken wollte, aber was bringt das denn?
Oft zweifel ich an Sinn und Unsinn dieses Blogs, zwei drei Mal im Jahr möcht ich ihn am Liebsten schließen, kann mich aber nie überwinden. An manchen Tagen liebe ich ihn aber auch wie nichts, denn wo kann man seine politische Meinung kundtun, wo kann man kulturelle und mediale Phänomene diskutieren, wenn nicht hier? Also werde ich weitermachen, mal dies mal das verurteilen und in gewisser Zeit wird es aufhören und auch keinen stören. Und ist das nicht der tiefere Sinn vom Leben überhaupt?
Der Glasperlenspieler (greift vorweg: nein!)
